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Biber ist im Landkreis Roth weiter auf Vormarsch

Vorkommen im Landkreis Roth wurde 2017 neu kartiert - Reviere verdoppelt - 31.01.2018 11:03 Uhr

Der Biber ist im Landkreis Roth weiter auf dem Vormarsch. © dpa/Patrick Pleul


Bereits 2007 und 2011 habe die BN-Kreisgruppe eine Bestandsaufnahme durchgeführt, wo der Biber sich im Landkreis niedergelassen hat, berichtet Kreisgeschäftsführer Richard Radle. "Es wurden wieder alle Gewässer erster und zweiter Ordnung und mehrere kleinere Bäche auf Biberspuren untersucht", so BN-Kreisvorsitzende Beate Grüner. Das Ergebnis: Die Zahl der besetzten Biberreviere hat sich auf 76 verdoppelt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Biber in Europa fast ausgerottet. Mittlerweile sind durch Wiederansiedlungsprogramme und natürliche Wanderung alle größeren Flüsse im Landkreis durchgehend besiedelt, so etwa die Rednitz mit den Zuflüssen Fränkische und Schwäbische Rezat, Schwarzach zur Rednitz, Aurach und Roth. Im Süden ist das die Schwarzach zur Altmühl mit der Thalach. Dazu kommen Reviere auch an kleineren Flüssen und Bächen, wie dem Hembach, Otterbach, Finsterbach, Brunnbach, Steinbach und Röthenbach, Riedgraben, Eichelbach, Brunnhangbach, Agbach, Mühlbach und Heimbach. Kurzzeitig verwaiste Reviere werden in der Regel schnell wieder durch wandernde Jungtiere eingenommen.

Ruth Schleicher von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Roth erklärte bei der Entgegennahme der Ergebnisse, dass die Behörde sehr dankbar für diese ehrenamtliche Arbeit des Bund Naturschutz sei. Die Erkenntnisse könnten gut verwendet werden. Das Landratsamt ist seit 2006 für das Bibermanagement im Landkreis zuständig und kümmert sich um Fälle, in denen es Konflikte zum Beispiel mit Landwirten gibt, etwa, wenn Biber Röhren in die Ufer treiben. 

rhv

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