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Dienstag, 18.09.2018

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Blick auf die Heimat von oben

Mit dem Fliegerclub Roth konnten Schüler in Segelflugzeugen in die Luft gehen - 20.08.2018 07:50 Uhr

So sieht Vorfreude aus — der Schüler Mert Tuncel (vorn) freut sich mit Pilot und Fluglehrer Michael Jahn auf den Segelflug. © Foto: FCR


In der letzten Schulwoche dieses Schuljahres wartete ein besonderes Erlebnis auf die Schüler der Realschulen Hilpoltstein und Roth: Sie besuchten die Segelflieger des Fliegerclubs Roth auf dem Fluggelände der Otto-Lilienthal-Kaserne und durften ihre Heimat aus der Vogelperspektive erleben. Verteilt auf drei Tage, konnten so rund 45 Schülerinnen und Schüler dort in den weiß-blauen Himmel starten, wo künftig angehende Piloten der Luftwaffe den lautlosen Segelflug trainieren.

Neben dem Mitflug konnte ein Blick hinter die Kulissen des Segelflugbetriebs geworfen werden. Denn dass die Schüler ihren Flug entspannt genießen konnten, war dem Teamwork der Bodenmannschaft zu verdanken, die den Ablauf reibungslos organisierte. Segelfliegen ist nämlich ein echter Mannschaftssport. Da hieß es auch für die Schüler selbst anpacken, indem man den Flieger gemeinsam zum Start schob.

Wie wichtig Teamwork beim Segelflugsport ist, wissen auch die beiden Flugschüler Jonas Lang (19 Jahre alt, Nürnberg) und Moritz Ackermann (14 Jahre alt, Eysölden), die nicht nur Aufgaben in der Bodenmannschaft verantwortungsvoll gemeinsam mit ihren Fliegerkollegen abstimmten, sondern sich auch Zeit nahmen, sich den Fragen der interessierten Schüler zu stellen.

Auch die ansässige Hubschrauberstaffel der Polizei nahm sich Zeit: Anhand der zwei stationierten EC135 erklärten je zwei Beamte anschaulich, was die Aufgabenbereiche der Polizei-Hubschrauberstaffel sind. So kommt ein Hubschrauber mit seiner Wärmebildkamera bei der Vermissten- oder Tätersuche zum Einsatz, während der andere dank der angebauten Seilwinde bei der Bergung aus der Luft eingesetzt wird.

Segelfliegen verbindet nicht nur Natur und Technik mit der Faszination des Fliegens. So konnten die Schüler einen Segelflugwindenstart mit der 280 PS Winde vom Boden aus verfolgen oder den Aufbau eines Segelflugzeugs beim gemeinsamen Auf- und Abbauen des Segelflugzeugs studieren. Sie erfuhren auch, dass man schon mit 13 Jahren die Ausbildung beginnen und nach Eignung das Schulflugzeug allein fliegen darf. Die Kosten für den Schein belaufen sich auf 1500 bis 1900 Euro, Jugendliche werden gesondert gefördert.

Am letzten Augustwochenende kann man über das Ferienprogramm des Landkreises noch einmal ins Segelfliegen reinschnuppern.

  

LUCAS BOUMANS

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