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In wessen Adern deren Lebenselixier nach einer Transfusion neu zu fließen begann, bleibt dem Spender unbekannt. Es könnten auch einmal die von Schauspieler und Sänger Wolfgang Fierek gewesen sein. Nach einem Unfall war er selbst einmal auf das Blut Anderer angewiesen und rührt seither die Werbetrommel für den BSD.
„Es gibt immer wieder Situationen, in denen man Blut braucht. Und deswegen: Her damit!“: So hörte man Fierek in einem Film zu den Gästen in Gunzenhausen reden. Dieses Video machte auch deutlich, mit welch großem Aufwand und welch großer Sorgfalt das gespendete Blut entnommen, gelagert und schließlich zur Versorgung von Unfallopfern oder beispielsweise auch Krebspatienten eingesetzt wird.
„Jeder Blutspender ist ein Lebensretter“, so die Botschaft des Films, in die auch die Grußwortredner in der Altmühlseestadt miteinstimmten. Blut ist eben keine Ware, die man etwa „online beim Händler bestellen kann“, machte Mittelfrankens Regierungsvizepräsident Eugen Ehmann deutlich. Bis heute ist es nicht gelungen, Blut synthetisch herzustellen.
„Deswegen kommt es auf Sie an! Und deswegen ist Ihr Engagement mehr als anerkennenswert. Sie übernehmen und Sie leben Verantwortung“, betonte der Weißenburg-Gunzenhausener Interimslandrat Robert Westphal. Die Geehrten hätten bis zu 75 Liter ihres Blutes pro Spender bereits für das Gemeinwohl gestiftet, rechnete er vor. „Ein außerordentliches Durchhaltevermögen.“
Das zudem in der Öffentlichkeit immer noch zu wenig Beachtung finde, findet Gunzenhausens 2. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. Dabei seien Transfusionen ohne Spender nicht möglich.
Und der Bedarf ist enorm: „Täglich werden in Bayern rund 2400 Blutkonserven benötigt. In den kommenden Jahren wird dieser Bedarf aufgrund des medizinischen Fortschritts und der immer älter werdenden Bevölkerung sogar noch steigen. Allein durch Ihre regelmäßigen Blutspenden können Therapien und Behandlungen, bei denen Transfusionen notwendig sind, überhaupt erst durchgeführt werden“, führte in Gunzenhausen Franz Weinauer, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des BSD vor Augen.
Aber auch das Engagement ist gewaltig: Im Freistaat konnten alleine im vergangenen Jahr über eine halbe Million Blutspenden verzeichnet werden. Die, die sich hierfür zur Verfügung stellten, seien „die stillen Helden des Alltags“.
Deren Bereitschaft zeige, „dass bürgerschaftliches Engagement hier in Mittelfranken wirklich gelebt wird und dass unsere Gesellschaft eben nicht nur aus Egoisten besteht“, so Paul Wengert, Vizepräsident des Bayerischen Roten Kreuzes, im Blick auf die in Gunzenhausen geehrten Spender aus Mittelfranken.
„Sie sind Teil der wohl größten Bürgerinitiative Bayerns“, lobte er sie, „wir alle bewundern Ihr Engagement.“ Gemeinsam mit den anderen Grußwortrednern konnte er daraufhin Urkunden, Ehrennadeln und Erinnerungsplaketten an die knapp 250 Jubilare überreichen.
Nachfolgend eine Liste der Geehrten aus dem Gebiet des BRK-Bezirks Südfranken, das sich über die Stadt Schwabach und die Landkreise Roth und Weißenburg-Gunzenhausen erstreckt.
Für drei der Spender gab es in Gunzenhausen übrigens auch noch Wellness-Gutscheine für die Rottal-Therme Bad Birnbach obendrauf. Die glücklichen Gewinner der dazugehörigen Verlosung heißen Monika Christ (Burgoberbach), Helga Grillenberger (Wassermungenau) und Helmut Karl (Rügland).
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 150 Blutspenden: Walter Trescher (Sammenheim);
125 Blutspenden: Reinhard Brauner (Treuchtlingen), Martin Bühler (Hechlingen), Horst Hoffmann (Weißenburg), Uwe Kainz (Wettelsheim), Josef Kammerbauer (Raitenbuch), Walter Kübler (Cronheim), Klaus Peter Paprotny (Weißenburg), Erwin Reutelhuber (Theilenhofen) und Wilfried Wöllmer (Rittern);
100 Blutspenden: Ursula Ast (Weißenburg), Johann Bayer (Bieswang), Ludwig Grimm (Nennslingen), Peter Knörlein (Pleinfeld), Richard Kobras (Pleinfeld), Georg Morgott (Ellingen) und Martin Ruck (Roßmeiersdorf);
75 Blutspenden: Friedrich Bach (Aha), Anton Diermeier (Ellingen), Dieter Eissenberger (Höttingen), Egon Flohry (Weißenburg), Matthias Franz (Hohentrüdingen), Emmy Gebert (Unterhambach), Konrad Meierle (Raitenbuch), Hannelore Pleli (Bergen), Helga Rapp (Hechlingen), Roland Schöppl (Solnhofen), Werner Schuster (Unterwurmbach), Max Schwirzer (Weißenburg) und Friedrich Sixtbauer (Gunzenhausen);
Landkreis Roth / Stadt Schwabach: 150 Blutspenden: Josef Gruber (Hilpoltstein) und Alfred Lang (Schwabach);
125 Blutspenden: Heinz Ehemann (Georgensgmünd), Josef Meier (Greding), Heinz Merkenschlager (Georgensgmünd) und Hermann Zeh (Kammerstein);
100 Blutspenden: Markus Betz (Wendelstein), Roland Betz (Schwabach), Ernst Dantine (Schwabach), Reinhard Deckwer (Greding), Hans Glauber (Rittersbach), Hildegard Graf (Obermässing), Michael Graf (Obermässing), Helga Grillenberger (Wassermungenau), Kurt Horen (Thalmässing), Hans Öder (Abenberg), Margarete Opitz (Heideck), Walter Petermann (Roth), Wuna Pfaller (Grafenberg), Klaus Pitterle (Hilpoltstein), Dieter Preischl (Greding), Otto Scheuerlein (Spalt) und Otto Traub (Hilpoltstein);
75 Blutspenden: Klaus Albrecht (Röttenbach), Eduard Bengl (Obermässing), Hans Börschlein (Abenberg), Willibald Breindl (Obermässing), Hedwig Dafinger (Großweingarten), Richard Danninger (Schwarzach), Richard Grasser (Rohr), Willi Greil (Spalt), Elvira Haase (Schwabach), Bernhard Hofbeck (Hilpoltstein), Birgit Kern (Wasserzell), Jürgen Ludwig (Spalt), Thomas Nagl (Rednitzhembach), Karl Planer (Stauf), Josef Schlierf (Göggelsbuch), Norbert Schmid (Wasserzell), Josef Schmidtpeter (Euerwang), Michael Schneider (Greding), Helmut Schnell (Allersberg), Ottmar Steigauf (Schwabach) und Elisabeth Winter (Rednitzhembach).

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.