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Gar nicht so einfach, eine Ananas erst zu schälen und dann zu schneiden. Tanina müht sich redlich und schafft es mit Hilfe von Anne aus der Q11 auch. Neben ihr schnippelt Freundin Eva fleißig Nektarinen, während ihre Klassenkameraden Äpfel und Bananen in mundgerechte Stücke schneiden: Die Fünftklässler wollen gemeinsam mit Anne und Marlene einen Obstsalat machen.
An den Nachbartischen wird ebenfalls geschält, geschnitten und geschmiert. Unter der Anleitung von Lara werden aus Vollkornbrot, Frischkäse, Schinken und Salat „Q-Burger“, während Annalena zeigt, wie Dips für Karotten- und Gurkenstücke gemacht werden — eine gesunde Alternative zu Chips & Co.. Gefragt sind auch die gesunden Durstlöscher, nämlich Saft und Wasser, im richtigen Verhältnis gemischt. Und das ist 1:3, ein Teil Saft und drei Teile Wasser, wie Tanja den Fünftklässlern erklärt.
Seit September beschäftigen sich die zwölf Schüler aus den fünf elften Klassen in ihrem P-Seminar mit dem Thema Ernährung und dem Projekttag, den sie für die fünf fünften Klassen gestalten wollen.
Dabei haben sie sich bei der AOK, dem Projekt-Partner, über die richtige Ernährung informiert, aber auch gemeinsam mit ihrer Lehrerin Dr. Sabine Eckert-Knauer überlegt, wie so ein Projekttag aufgebaut werden müsste, damit er informativ und abwechslungsreich ist.
Die Frage, ob gesundes Essen auch lecker sein kann, beantworten sie den Fünftklässler sowohl theoretisch als auch praktisch, und zwar in drei Einheiten. Im ersten Teil geht es darum, wie eine Ernährungspyramide aufgebaut ist, wofür das Biosiegel steht und warum man regionale Produkte kaufen sollte. Im zweiten Teil dürfen die Mädchen und Jungen dann selbst zu Brett, Schüssel und Messer greifen und eine gesunde Mahlzeit herstellen.
Im dritten Teil schließlich können die Kinder bei einem Quiz spielerisch Wissen und Können unter Beweis stellen, wenn es darum geht, ob Schneewittchen, Rosenrot oder Rapunzel Salatsorten sind oder wie schwer wohl der größte Kürbis der Welt ist, aber auch darum, wer am schnellsten eine Gurke schälen kann. Den Siegern winken, klar, gesunde Naschereien wie frisches Obst oder Apfelchips.
Vorbereitung und Durchführung von Quiz und Kochstunde kosteten die Schüler allerdings nicht nur Arbeit und Nerven, sondern auch Geld, nämlich für die Zutaten. Dieses Geld haben sie sich vor allem beim Pausenverkauf verdient, bei dem sie schon mal ausprobiert haben, wie ihre Q-Burger (das Q steht für Qualifizierungsstufe), die selbst gemachten Müsliriegel und die Brote mit Kürbiskern- oder Paprika-Aufstrich wohl bei ihren Mitschülern ankommen.
Sehr gut übrigens, so die Erfahrung der Elftklässler, die daher die zum Schuljahresanfang gestellte Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten können: Was gesund ist, kann richtig lecker sein!

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