Dienstag, 11.12.2018

|

zum Thema

Challenge Roth 2015 nach 70 Sekunden ausverkauft

Veranstaltung spielt nun in der gleichen Liga wie die Rolling Stones - 29.07.2014 13:46 Uhr

Eine mehrere hundert Meter lange Warteschlange hatte sich vor einer Woche gebildet, als die ersten 1000 Startplätze für den Challenge 2015 vergeben wurden. Der Ansturm im Internet war aber noch gewaltiger. © Christoph Raithel


„Unbelievable – unglaublich“, postete Felix Walchshöfer unmittelbar nach dem Ansturm der Triathlon-Fans auf die Challenge-Homepage auf seiner Facebook-Seite. Als die EDV-Spezialisten der TeamChallenge GmbH um Punkt 10 Uhr die Online-Anmeldung freigeschaltet hatten, waren 34 Sekunden später sämtlich Staffelstartplätze vergeben. Nach 54 Sekunden war das Kontingent für die ausländischen Einzelstarter ausgebucht und nach 70 Sekunden die Tickets für die deutschen Einzelstarter.

Damit wurde die beispiellose Nachfrage vom vergangenen Jahr noch einmal getoppt. 2013 waren nach 3:15 Minuten sämtliche Einzel- und Staffelstartplätze weg gewesen. Angesichts der gestrigen Zugriffszahlen hätten die Rother Veranstalter wohl das Zehnfache an Tickets vergeben können, mehrere zehntausend Internet-Nutzer aus dem In- und Ausland hatten sich am Vormittag auf das Anmelde-Portal geklickt. Und das, obwohl der Preis für einen Einzelstartplatz von 380 auf 400 Euro (ein Staffelstartplatz kostet 510 Euro) erhöht wurde.

Angesichts dieses Runs waren Felix Walchshöfer und sein Team um größtmögliche Transparenz bemüht und hatten die weltweite Triathlon- Gemeinde im Forum der Challenge- Homepage darüber abstimmen lassen, nach welchem Schlüssel die insgesamt 3800 Startplätze für Einzelstarter und die 620 Tickets für Staffeln vergeben werden sollen. Die Mehrheit hat laut Walchshöfer für die Variante gestimmt, dass 1000 Startplätze am Tag nach dem Challenge im Rahmen der Siegerehrung und das restliche Kontingent über die Online-Anmeldung eine Woche später vergeben werden.

Im Schlafsack gewartet

Schon der Ansturm in der vergangenen Woche war beeindruckend gewesen. In einer mehrere hundert Meter langen Warteschlange waren die Ausdauersportlerinnen und -sportler vor dem Festzelt angestanden, der erste in der Reihe hatte sich am Vorabend noch das Schlussfeuerwerk angesehen und dann kurz nach Mitternacht seinen Schlafsack vor dem Absperrgitter ausgerollt. Um die Wartenden bei Laune zu halten, hatten Challenge-Helfer Kaffee ausgeschenkt. Außerdem bekam jeder in der Schlange ähnlich wie bei Behörden eine Keycard mit einer Nummer.

Die Triathleten hatten im Challenge-Forum auch darüber abgestimmt, ob es eine Warteliste für jene Challenge-Fans geben sollte, die bei der „Anmelde-Lotterie“ nicht zum Zug gekommen waren, oder ob der Wettkampf überbucht werden sollte. Die Mehrheit hatte für die Überbuchung votiert, denn bei einer Warteliste gibt es keine Planungssicherheit für die Sportler. „Da bereitet sich ein Triathlet ein ganzes Jahr vor, und dann müssen wir ihm sagen, dass er leider doch nicht dabei ist“, erklärt Walchshöfer. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre sagen mehrere hundert Sportler im Laufe des Jahres aus den verschiedensten Gründen ab, so dass mit etwa 3000 Einzelstartern am 12. Juli 2015 zu rechnen ist.

Darüber hinaus haben die Rother Veranstalter eine feste Quote von 40 Prozent ausländischen Startern eingeführt. Zum einen, um das internationale Flair des Challenge zu sichern, zum anderen soll auch die Wirtschaft im Landkreis gestärkt werden. „Die ausländischen Teilnehmer bleiben länger und geben mehr Geld bei uns aus“, erläutert Walchshöfer. Deshalb überlegt man auch, die Meldestelle bereits am Mittwoch vor dem Rennen zu öffnen. 

ANDRÉ AMMER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Roth