Sonntag, 18.11.2018

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Christoph Raithel will Hilpoltsteins Bürgermeister werden

33-Jähriger wird im Jahr 2020 im Auftrag der CSU kandidieren - 06.11.2018 20:53 Uhr

Christoph Raithel zieht für die CSU in den Wahlkampf. Der 33-Jährige tritt 2020 im Rennen um das Hilpoltsteiner Bürgermeisteramt an. © Tobias Tschapka


"Christoph ist eine sehr vertrauenswürdige und pflichtbewusste Person und er hat Ideen", beschrieb CSU-Vorsitzende Ulla Dietzel im Vorfeld der Nominierung Raithel, der aktuell das Amt für Tourismus und Kultur in Beilngries leitet. Bis vor zweieinhalb Jahren arbeitete der Veranstaltungskaufmann am Tourismus- und Kulturamt der Stadt Hilpoltstein.

Nachdem er hier keine Perspektiven für einen beruflichen Aufstieg gesehen habe, schaute er sich anderweitig um und landete schließlich bei der Stadt Beilngries, erklärte er. Eine Kommune, die von der Einwohnerzahl vergleichbar mit Hilpoltstein sei. Das oberbayerische Städtchen habe seine Stärken auf dem Tourismus-Sektor, meinte Raithel in einem Pressegespräch. In dieser Hinsicht könnte Hilpoltstein auch noch einigen Schwung brauchen.

"Ich kenne die Verwaltung"

Seine siebenjährige Tätigkeit im Hilpoltsteiner Kulturamt sieht er bei der Kommunalwahl im März 2020 als absoluten Vorteil. "Ich kenne die Hilpoltsteiner Verwaltung mit ihren sehr engagierten Kollegen nahezu in- und auswendig. Mit diesem Team kann man was bewegen", ließ er wissen.

Dennoch: Was bewegt einen jungen Mann, der seit Jahren mit seiner Ehefrau in Hilpoltstein lebt, sich um das höchste Amt in der Stadt zu bewerben – möglicherweise als Herausforderer des Amtsinhabers, der zudem sein früherer Chef ist? In erster Linie, so Raithel, gehe es ihm darum, die Stadt Hilpoltstein zukunftsfähig zu machen. Dazu brauche es jeder Menge Ideen, betonte er, und 2. Bürgermeisterin Ulla Dietzel fügte hinzu: "Christoph hat Ideen und er ist ein Mensch, der gestalten will".

Vereine sollen stärker gefördert werden

Um die Stadt Hilpoltstein erfolgreich in die Zukunft zu führen, gelte es, den Zusammenhalt innerhalb der Bürgerschaft zu erhalten und noch zu stärken. "Hilpoltstein hat ein ganz großes Wir-Gefühl, wie man es sonst nur sehr selten findet", schwärmte er von der Burgstadt, die ihm und seiner Frau schon lange Heimat geworden sei. Es sei unglaublich, wie Vereine und Organisationen hinter "ihrer" Stadt stünden. So habe er sich Vereinsförderung schon ganz groß auf seine (Wahlkampf-)Fahne geschrieben. Denn ehrenamtliches Engagement sei durch nichts zu ersetzen. Er selbst habe sich über Jahre hinweg in diversen kirchlichen Gremien engagiert. Mittlerweile ist Raithel Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins (MuH).

Was einen möglichen Wahlkampf gegen seinen früheren Chef Bürgermeister Markus Mahl anbelangt, gibt er sich ganz gelassen. "Ich bin jetzt seit zweieinhalb Jahren in Beilngries und kann mit genügend Distanz Wahlkampf führen", erklärte er. Aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis den Verwaltungs-Chef herauszufordern, wäre sicherlich wesentlich unangenehmer.

Schwimmbecken erhalten

Wer am Dienstagabend in der Jahresversammlung der Hilpoltsteiner Christsozialen von Raithel eine programmatische Rede erwartet hatte, lag völlig falsch. Sein Schwerpunkt werde auf der direkten Partizipation der Bürger liegen. Ihm seien auch die Sportstätten in der Burgstadt wichtig, insbesondere ein Lehrschwimmbecken. "Kinder müssen Schwimmen lernen!" Das Bad an der Grundschule sei in die Jahre gekommen und technisch vollkommen überaltert.

Zum Schluss noch eine kleine, aber feine Randnotiz. Christoph Raithels Vater ist bekanntermaßen Sozialdemokrat und aktuell 2. Bürgermeister in Roth. Gibt es in dieser Hinsicht Reibungspunkte zwischen dem "roten" Papa und dem "schwarzen" Sohn? "Nein überhaupt nicht", meinte Christoph Raithel. Ihm und seinem Vater ginge es einzig und allein um das Wohl der Stadt — fernab jeglicher Parteipolitik und egal, ob es sich um Roth oder Hilpoltstein handelt. 

Harry Rödel E-Mail

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