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Collegium Dixicum hatte doppelten Grund zum Feiern

Band feierte beim Jazz-Frühschoppen 50-jähriges Bestehen und 66.Geburtstag des Mannes am Kontrabass - 03.10.2011

Auch wenn das Publikum nur spärlich erschienen war: Collegium Dixicum zeigte den wenigen Zuhörern, was die 50-jährige Band drauf hat. © Klier


Die Band bestritt gestern ein Jubelkonzert, denn 1961, also vor  genau 50 Jahren, war dieses Ensemble gegründet worden. „Zum Geburtstag viel Glück“ erklang gleich zu Beginn, allerdings als Ständchen für den Mann am Kontrabass, den Physiker Reinhart Zimmermann, der seinen 66. Geburtstag „unbedingt in Hilpoltstein“ feiern wollte. Chef der Gruppe ist seit 1994 der Bauingenieur Max Rüttinger aus Wallesau, der am Schlagzeug und durch seinen Gesang überzeugte.

Mit vollem Sound begann das Programm mit „Side by Side“ in einem Arrangement von Charley Mäder, Sopran- und Tenorsaxofon. Es folgte der Titel „Black and Blue“. Christian Müller, Meister der Trompete, führte humorvoll durch das Programm. Swingend ging es mit „Some of these Days“ weiter, wobei die drei Blechbläser mit homogenem Klang im Vordergrund standen: Neben Christian Müller und Charley Mäder war es Oberstudienrat Hanno Kohl, der seine Altposaune meisterlich beherrschte. Das bewies er auch mit dem nostalgischen Titel „White Cliffs of Dover“.  Evergreens wie Louis Armstrongs „Wonderful World“ oder Edith Piafs „Mylord“ schlossen sich an.

Rüttinger hatte den Text zum 50. Geburtstag geschrieben, auf Fränkisch, wie es sich gehört. Zur Melodie von „Ain’t she sweet“ sang er: „Allmächt, 50 Johr, des ist ja fast net wohr,…“

Wehmütige russische schwarze Augen ließ Hanno Kohl auf der Posaune erklingen. Mit „spassiba – danke“ bedankte er sich für den Applaus, der während des Konzerts immer wieder aufbrandete. Das jubilierende Sopransaxofon von Charley Mäder ließ die „Petite Fleur“ musikalisch erblühen.

Die Bühne erbebte, als Rüttinger sein Solo am Schlagzeug voll auskostete und alle Facetten seiner Perkussionsinstrumente zum Erklingen brachte. Die Überlänge des Solos hatte ihren Grund: An Stefan Schedls Banjo waren Saiten gerissen und er musste während dieser Zeit „neue Saiten aufziehen“. Dann aber konnte er wieder voll und rhythmisch loslegen. In diesem vielseitigen Programm durfte erfreulicherweise auch die Klassik nicht fehlen. Mozarts „Rondo  alla Turca“ besser bekannt unter „Türkischer Marsch“ erklang in überzeugend eigenwilliger Interpretation, die insbesondere von Mäders Sopransaxofon getragen wurde. 

kli

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