|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Der „neue und alte Landrat“, wie Roths 3.Bürgermeister Hans Raithel Eckstein voller Zuversicht auf den Wahltag 25.September blickte, wurde von den Grußrednern mit Lobeshymnen überschüttet. Für den Georgensgmünder Bürgermeisterkandidaten und stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Ben Schwarz, der für den beruflich eingespannten Chef Peter Drozynski in die Bresche sprang, ist der Wendelsteiner schlichtweg ein „Phänomen“; nicht zuletzt wegen dessen Bürgernähe. „Du gehst immer auf die Menschen zu, hörst ihnen zu und kämpfst auch für sie.“ Gerade deswegen sei Ecksteins Politik über 18 Jahre hinweg erfolgreich.
Und auch Christine Rodarius, SPD-Fraktionssprecherin im Kreistag, würdigte die Verdienste Ecksteins, für den „das Amt Berufung und der politischer Überzeugungstäter ist“. Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten trat Eckstein in der Nominierungsversammlung mit einem Redeskript ans Pult und wies mehrfach selbstironisch auf seine „gefürchteten“ Schachtelsätze hin, denen nicht unbedingt jeder folgen könne. Am Ende seiner leidenschaftlichen Ansprache machte er den Delegierten klar, dass das „Landratsfeuer“ nach wie vor in ihm lodere. „Ob ich nicht genug habe, ob mich das nicht nervt, zu jeder Veranstaltung zu gehen, keine Wochenenden zu haben und Privates immer hintan zu stellen: ein klares Nein“, gab er ein unmissverständliches Bekenntnis für eine weitere sechsjährige Amtszeit ab.
Die Bilanz seiner 18-jährigen „Regentschaft“ könne sich sehen lassen, betonte er unter der Überschrift „Der Landkreis hat die Nase vorn!“ Laut einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) verzeichne das Landratsamt eine hohe Bürgerzufriedenheit, laut IHK-Studie sei der Landkreis Roth ein wirtschaftsfreundlicher Standort, die Arbeitslosenquote zwischen Wendelstein und Greding sei, genauso wie die Verschuldung, vergleichsweise niedrig.
Und der Landkreis mit ihm an der Spitze betreibe eine „gute, vorausschauende Politik“. Beispiel: Gymnasium Wendelstein. „Daran hat doch keiner mehr geglaubt“, sagte er und verwies darauf, dass sich in dieser Hinsicht Hartnäckigkeit bezahlt gemacht habe. Auch auf dem Umwelt- und dem Gesundheitssektor sei der Landkreis absolute Spitze. Als Beispiel nannte er die Integrative Umweltststation am Rothsee, die Energie-Agentur, aber auch sinkende Müllgebühren sowie die Kreisklinik nebst angegliederten Gesundheitszentren.
Deutliche Worte fand Eckstein zum Thema „Regenerative Energien“. Diskussionen um den Bau von Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen müsse man mit Fingerspitzengefühl angehen. In dieser Hinsicht dürfe man Bürgern die Entscheidung „nicht einfach überstülpen. Die Dörfer dürfen sich deswegen nicht zerstreiten. Nicht jeder Standort ist für jede regenerative Energie geeignet“.
Herausforderungen gebe es noch zuhauf, betonte Eckstein – auch mit Blick auf den Bundeswehrstandort Roth. „Standorte wie Roth gibt es in der Bundesrepublik wenige“, hob er den Sonderstatus der Otto-Lilienthal-Kaserne hervor. „Eine solche Verankerung der Soldaten in der Gesellschaft wie in Roth findet man nirgends“, so Eckstein, der von der Bundespolitik eine „faire und gerechte Bewertung“ des Standorts forderte.
Zum Schluss seiner Ansprache wurde es richtig emotional. „Es ist für mich jedes Mal etwas Besonderes vor euch zu stehen und um eure Unterstützung zu bitten. Ihr wisst, ich bin Landrat mit Leidenschaft, gerne unter Menschen, ehrlich und direkt. Ich mag und kenne meinen Landkreis aus dem Effeff“, erklärte Eckstein in Richtung der Delegierten, die ihn mit Standing Ovations feierten und er sicherte zu, die vorausschauende und nachhaltige Politik der vergangenen Jahre fortzusetzen, weil er nicht anders könne.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.