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Der 1964 in Ost-Berlin geborene Autor, der unter anderem durch sein Buch „Helden wie Wir“ bekannt geworden ist, stellte den Schülerinnen und Schülern sein noch berühmteres Werk „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ vor. Dieser Roman wird bereits seit Jahren als Schullektüre behandelt und ist für die Schüler auch aufgrund des Stoffs im Geschichtsunterricht interessant.
Durch Brussigs jugendlichen, charmanten und mit trockenem Humor gewürzten Schreibstil gewannen die 10.Klässer einen neuen Einblick in das bisher als ausschließlich „düster“ und kontrolliert empfundene Leben des damaligen Ost-Deutschlands.
Für Thomas Brussig war es ein langer Weg bis hin zum Traumberuf Schriftsteller. Viele Jahre übte er verschiedenste Tätigkeiten vom Hotelportier über den Reiseleiter bis hin zum Museumspförtner aus.
Die Schüler lernten Brussig als freundlichen, offenen und interessierten Menschen kennen, der Spaß am Schreiben hat, was sich auch in seinem Schreibstil widerspiegelt. In dem der Lesung vorangestellten Interview begründete er diesen und seinen lockeren Umgang mit der DDR-Vergangenheit damit, dass er selbst keine so stark prägenden negativen Erfahrungen wie manch anderer gemacht habe. So sei er beispielsweise nie von Freunden und Bekannten bespitzelt worden. Aber auch ihm sind Fälle be-kannt, in denen die Ehefrau vom eigenen Mann ausspioniert worden war.
Sein Bestseller und dessen Verfilmung „Sonnenallee“ handeln von einer Gruppe Jugendlicher, die im kürzeren Teil der durch die Mauer geteilten Sonnenallee wohnen. Sie haben mit den ganz normalen damaligen „Alltagsproblemen“ wie Liebe, Drogen, Rebellion, Sex, Schwarzmarkt und mehr zu kämpfen, welche durch den Autor überspitzt und humorvoll dargestellt werden.
Seine Lesung gestaltete er sehr lebhaft und verständlich, da er Zusammenhänge nachvollziehbar erklärte. Im Anschluss an die Lesung folgte der Film. SARAH LUDWIGS,
FRANZISKA BERGER

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