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Deponiegas fließt ins Blockheizkraftwerk

Die Gemeinde Georgensgmünd nutzt das Gas von der Deponie zur Stromerzeugung in einem neuen BHKW - 22.01.2013 17:23 Uhr

GEORGENSGMÜND  - Die Gemeinde Georgensgmünd hat ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen.

Landrat Herbert Eckstein und Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz lassen sich die Anlage von Reiner Großberger von den Gemeindewerken Georgensgmünd (von links) erklären.
Landrat Herbert Eckstein und Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz lassen sich die Anlage von Reiner Großberger von den Gemeindewerken Georgensgmünd (von links) erklären.
Foto: Tschapka
Landrat Herbert Eckstein und Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz lassen sich die Anlage von Reiner Großberger von den Gemeindewerken Georgensgmünd (von links) erklären.
Landrat Herbert Eckstein und Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz lassen sich die Anlage von Reiner Großberger von den Gemeindewerken Georgensgmünd (von links) erklären.
Foto: Tschapka

Östlich von Georgensgmünd liegt die Deponie des Landkreises Roth, auf der zwischen 1970 und 2001 auf rund 6,4 Hektar mehr als 520000 Kubikmeter Müll eingelagert wurden. Auch wenn diese schon seit mehr als zehn Jahren stillgelegt ist, steckt der Berg immer noch voller Energie. Seit dem Jahr 1999 wandelt ein Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 250 kW das Deponiegas, bestehend aus Methangas und Kohlendioxid, in elektrische Energie um. Mit der Abwärme der Motorenanlage werden darüber hinaus die Räumlichkeiten des gemeindlichen Bauhofes und die Fahrzeughalle beheizt, die sich in unmittelbarer Nähe zum Blockheizkraftwerk befinden.

Inzwischen lässt die Gasproduktion zwar nach, soll aber trotzdem noch für die nächsten fünf bis sieben Jahre genug gasförmiges Brennmaterial liefern, sodass eine wirtschaftliche Stromerzeugung möglich ist. Aus diesem Grund wurde von der Gemeinde nun eine neue Motorenanlage angeschafft. „Die Alternative wäre lediglich das Abfackeln des Deponiegases gewesen“, so Georgensgmünds Bürgermeister Ben Schwarz bei einem Ortstermin, „aber das wäre nur eine Notlösung und würde darüber hinaus ebenfalls Kosten verursachen“.


Deshalb habe man sich in Absprache mit Landrat Herbert Eckstein entschlossen, aus ökologischen Gründen das Deponiegas auch künftig zu nutzen. Die Gemeinde Georgensgmünd kaufte sich also ein mit einer Leistung von 75 kW kleineres, dem geringeren Gasfluss angepasstes, Blockheizkraftwerk für rund 70000 Euro. Der Landkreis mietete hingegen für die nächsten fünf Jahre eine neue, moderne Verdichterstation inklusive Vollwartung.

Zu finden ist das neue Blockheizkraftwerk am bisherigen Standort auf dem Gmünder Bauhof. Bei einem Ortstermin haben sich Eckstein und Schwarz die Anlage von den Vertretern des Bauhofs und der Gemeindewerke Georgensgmünd erklären lassen.

Die Gemeinde hat laut Verwaltung dank dieses Energiegewinnungsprozesses seit 1999 rund 9,5 Millionen Kilowattstunden elektrischen Strom ökologisch produziert. Mit der neuen Motorenanlage konnten allein im November und Dezember vergangenen Jahres schon rund 60000 kWh erzeugt werden. 

tts


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