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Der Bodensee lässt Mirjam Schall nicht los

Die Rother Extremschwimmerin will die Längsquerung schaffen — In einer Staffel durch den Gardasee - 30.03.2017 13:35 Uhr

Ihr Element ist das Wasser, sei es im Main-Donau-Kanal, im Rothsee oder im offenen Meer. Mirjam Schall schwimmt für ihe Leben gern und will einen Rekord nach dem anderen brechen. © Archivfoto: Regler


Nachdem die Rotherin im Herbst die Ausbildung zur Triathlon-Trainerin erfolgreich abgeschlossen hatte, stand den Winter über vor allem lockeres Ausgleichs- und Ersatztraining in Form von Radfahren, Spinning und Laufen, kombiniert mit der einen oder anderen leichten Schwimmeinheit im wenig geliebten Hallenbad, auf dem Programm.

Nachdem sie zu Jahresbeginn eine heftige Grippe ausgebremst hatte, ist sie nun endlich wieder fit und das Training kann richtig losgehen. "Ich muss jetzt wieder anfangen, Kondition aufzubauen", erzählt Schall. Zu Beginn werden es drei bis vier Einheiten wöchentlich mit vier oder fünf Kilometer Umfang sein, dann steigert sie das Pensum. Ab April – wenn das Wetter mitspielt – geht es außerdem wieder verstärkt raus ins Freiwasser, den Rothsee zum Beispiel.

Der absolute Höhepunkt ihrer Schwimmsaison 2017 wird ihr zweiter Versuch der Bodensee-Längsquerung sein. Nachdem der erste Versuch, nonstop von Bodman nach Bregenz zu schwimmen, im August 2015 nach über 27 Stunden wenige Kilometer vor dem Ziel abgebrochen werden musste, will Schall es heuer Ende Juli noch einmal wissen. "Ich weiß, dass ich es kann", ist sie überzeugt. Wenn es ihr gelänge, hätte sie den Bodensee, ihre "Pfütze", sowohl in der Länge als auch der Breite sowie darüber hinaus von Lindau über Rorschach nach Bregenz (die sogenannte Dreiländerquerung) durchschwommen; vielleicht als erste Frau überhaupt.

Aber auch in den Monaten zuvor will sie alles andere als auf der faulen Haut liegen. Für Mai ist eigentlich die Querung der Straße von Gibraltar von Europa nach Afrika geplant. Allerdings gibt es hier aktuell Kommunikationsprobleme mit dem Veranstalter, sodass die Organisation des Unternehmens wohl nicht mehr rechtzeitig vor dem Wunschtermin klappen wird. "Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren", erklärt die Rother Langstreckenschwimmerin die Motivation für dieses Vorhaben. Schwer einzuschätzende Strömungen, viel Schiffsverkehr, "allerlei Getier" im Wasser, das Verbinden zweier Kontinente; diese Querung ist einfach "etwas besonderes", meint Schall.

An Pfingsten steht schließlich der Gardasee auf dem Programm. Hier will sie gemeinsam mit ihrem Trainer Michael Reiwe sowie Alexander Gallitz und Mr. Rothsee Marcus Schattner die Längsquerung als Staffel angehen. Das Projekt war in ähnlicher Besetzung schon für 2016 geplant gewesen, hatte damals jedoch aufgrund der zu niedrigen Wassertemperaturen abgesagt werden müssen.

Zwischen diesen Terminen sind außerdem als Vorbereitung noch mehrere "kleinere Events" geplant. Wie in den Vorjahren wird Mirjam Schall beispielsweise wieder beim Challenge in Roth als Staffelschwimmerin mit dabei sein. 

ANDREAS REGLER

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