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Im Oktober hatte Felix Walchshöfer auf Hawaii noch mit Wellingtons Manager über ihren Start beim Challenge 2012 verhandelt, und dieser hatte großes Interesse signalisiert. Nun aber verkündete die derzeit beste Langdistanz-Triathletin der Welt, dass sie sich stattdessen einigen karitativen Projekten widmen und ihren Sport in ihrer Heimat Großbritannien bekannter machen will. Außerdem hat die 34-Jährige vor, ihre Autobiographie mit dem Titel „Ein Leben ohne Limits“ fertigzustellen.
„Auf Hawaii war das noch überhaupt kein Thema. Noch nicht mal irgendwelche Gerüchte hat es gegeben, und da trifft sich ja die gesamte Szene und ist entsprechend gut informiert“, erzählt Kathrin Walchshöfer von der TeamChallenge GmbH. Eigentlich wollte ihr Bruder Felix, der sich zurzeit in Neuseeland aufhält und beim Challenge Wanaka Kontakte knüpft, nun in die konkreten Vertragsverhandlungen mit den potenziellen Topstartern einsteigen. Um diese Zeit mache man immer die Verträge mit den Stars, meint Kathrin Walchshöfer. Im Fall von Chrissie Wellington hat sich das nun aber erledigt.
Vor fünf Jahren war die britische Ausnahmeathletin mit dem strahlenden Lächeln in den Triathlon-Sport eingestiegen und hat seitdem alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. 13 Langdistanz-Rennen hat sie inzwischen bestritten und dabei 13 Siege gefeiert. In Roth drückte sie die Weltbestzeit für Frauen auf unglaubliche 8:18:13 Stunden. „Während der vergangenen fünf Jahre habe ich absolut alles für den Triathlon-Sport gegeben, doch dieses Jahr will ich andere Dinge in den Mittelpunkt rücken“, schreibt die 34-Jährige auf ihrer Homepage.
Die Entscheidung nehmen die Rother Organisatoren mit einem weinenden und einem lachenden Auge zur Kenntnis. „Wir freuen uns für sie und für ihren Entschluss, und im Damenrennen werden die Karten nun neu gemischt“, sagt Kathrin Walchshöfer.
Angesichts von Wellingtons Dominanz kommt den Rother Organisatoren diese Auszeit vielleicht gar nicht so ungelegen. Zuletzt war nur noch die Frage spannend, ob der Superstar wieder eine neue Weltbestzeit schafft und mit wieviel Rückstand diesmal die zweitschnellste Frau ins Ziel kommt. 2011 hatte Wellington mit einem Vorsprung von fast einer halben Stunde auf die Zweitplatzierte gefinisht. Nur vier Männer waren schneller als die vierfache Weltmeisterin gewesen.
Ob Chrissie Wellington es bei diesem Sabbat-Jahr belässt oder ihre Triathlon-Karriere vielleicht ganz beendet, lässt sie bei ihrer Stellungnahme offen. „Ich bin wirklich aufgeregt, was die Zukunft für mich bereit hält“, schreibt sie auf ihrer Homepage.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.