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ROTH — „Wir haben treue Mitglieder“, sagte CSU-Kreisverbandsvorsitzender Volker Bauer und erklärte, dass die Christsozialen zwischen Greding und Wendelstein zwar auch Verluste hinnehmen hätten müssen, die sich aber durch Neuaufnahmen kompensiert hätten. 2011 habe sich die Situation des Kreisverbandes, der um die 1500 Mitglieder zähle, stabilisiert. Damit sei die CSU die mitgliederstärkste Partei im Landkreis Roth.
Es gebe Ortsverbände wie in Kammerstein (plus 30 Prozent) und Heideck (25 Prozent), die in den vergangenen Jahren gewaltig zugelegt hätten. Aber auch die Rother Christsozialen hätten nach der Wahl von Ralph Edelhäußer zum Bürgermeister eine deutliche Mitgliedersteigerung zu verzeichnen, sagte Bauer im Gespräch mit der RHV/HiZ.
Die SPD habe in den vergangenen Jahren ziemlich Federn lassen müssen, räumte Sven Ehrhardt ein. Der stellvertretende SPD-Kreisverbandsvorsitzende bezeichnete die Situation in 2011, als der Mitgliederstand stagniert habe, als „fast schon erfreulich“. Mittlerweile zähle der Kreisverband gut 900 Genossen. „Wir hatten aber auch schon 1200.“ Das war 1999. 13 Jahre später kann er sich darüber freuen, sieben Neumitglieder unter 25 Jahren begrüßen zu dürfen. Die Sozialdemokraten im Landkreis hätten die Mitgliederwerbung in den vergangenen Jahren vernachlässigt, gestand er. Nun müsse man neue Beteiligungsmöglichkeiten schaffen, um junge Leute für die SPD zu begeistern.
Der Kreisverband von Bündnis90/Die Grünen sei ein ganz kleiner, meinte Renate Grädler, die dem Kreisvorstand angehört und für Mitgliederwerbung zuständig ist. Derzeit könnten die Grünen auf 50 Unterstützer bauen. Darauf sei sie stolz, denn trotz der niedrigen Mitgliederzahl sei der Kreisverband sehr aktiv und brauche sich in dieser Hinsicht nicht hinter CSU und SPD zu verstecken, sagte Grädler selbstbewusst.
Den Grünen sei aggressive Mitgliederwerbung fremd, so Grädler. „Wir lassen die Leute auf uns zukommen, denn erfahrungsgemäß bleiben die dann länger bei uns.“
Im Gegensatz zum bundesweiten Abwärtstrend der FDP würden sich die Liberalen im Landkreis Roth auf stabilem Niveau präsentieren, wie Kreisvorsitzende Marina Schuster zu berichten wusste. Den Mitgliederstand von über 40 habe man in den vergangenen Jahren stabil halten und sogar leicht steigern können, sagte Schuster, die auch dem Bundestag angehört. Neun Partei-Eintritten im vergangenen Jahr stünden sieben Austritte gegenüber.
Die FDP baue – im ähnlichen Stil wie die CSU, aber auf niedrigerem Niveau – auf altgediente Parteirecken wie Walburga Kumar und Max Netter. Zu den jüngeren Vertretern der Liberalen zählt die Gredingerin Michael Ruthard, der 2011 für den Bürgermeisterposten in Roth kandidierte, es aber nicht in die Stichwahl schaffte.
Bundesweit sind sie zwar noch nicht in Erscheinung getreten, aber auf Landesebene sind die Freien Wähler auf Expansionskurs. Bayernweit legten die FW um zwei Prozent zu, im Landkreis Roth sogar noch etwas stärker, wie Kreisgeschäftsführerin Isolde Krahle berichtet.So sei erst im Dezember 2011 in Rednitzhembach ein Ortsverband mit 20 Mitgliedern gegründet worden. Damit zähle der Kreisverband aktuell 622 Mitglieder.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.