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Ein Roboter mit Sieger-Lächeln

Auf der Spielwarenmesse fuhr „iden“ zweite Auszeichnung ein - 01.02.2013 17:43 Uhr

ROTH  - Bei seinem obligatorischen Besuch der Messestände heimischer Firmen auf der Nürnberger Spielwarenmesse konnte Landrat Herbert Eckstein einem Unternehmen aus Roth zu einem herausragenden Erfolg gratulieren. Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ist ein Produkt, das die Firma „iden" exklusiv vertreibt, mit dem „Toy Award" als bestes Spielzeug des Jahres ausgezeichnet worden.

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ist ein Produkt, das die Firma „iden" exklusiv vertreibt, mit dem „Toy Award" als bestes Spielzeug des Jahres ausgezeichnet worden, was auch Landrat Herbert Eckstein (r.) freut.
Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ist ein Produkt, das die Firma „iden" exklusiv vertreibt, mit dem „Toy Award" als bestes Spielzeug des Jahres ausgezeichnet worden, was auch Landrat Herbert Eckstein (r.) freut.
Foto: Schmitt
Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ist ein Produkt, das die Firma „iden" exklusiv vertreibt, mit dem „Toy Award" als bestes Spielzeug des Jahres ausgezeichnet worden, was auch Landrat Herbert Eckstein (r.) freut.
Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren ist ein Produkt, das die Firma „iden" exklusiv vertreibt, mit dem „Toy Award" als bestes Spielzeug des Jahres ausgezeichnet worden, was auch Landrat Herbert Eckstein (r.) freut.
Foto: Schmitt

„RoboMe" ist ein über ein Smartphone kommunizierender Roboter, der die Persönlichkeit seines Partners nachahmt. Und „RoboMe“ ist ausgezeichnet – als bestes Spielzeug des Jahres. Damit hat die Firma „iden“, die den Preis bereits 2011 für ein innovatives Detektivset erhielt, die zweite Anerkennung dieser Art eingefahren.

"Made in Germany" sowie Produktsicherheit und Produktqualität. Das sind nach Erfahrungen der Firmen aus dem Landkreis Roth und der Stadt Schwabach die bedeutenden Trends auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg. Beim Eckersmühlener Unternehmen "Lena" erklärt Geschäftsführer Joachim Söhn beispielsweise anhand der Produktneuheiten des Jahres 2013 Lenas hohen Standard in Sachen Sicherheit und Schadstofffreiheit. "Wir sind TÜV-geprüft und nach Euronorm zertifiziert", betont Söhn.


Ebenso wichtig seien den Kunden mittlerweile die Produktionsbedingungen, heißt es bei der Wendelsteiner Firma Bringmann. Keine Kinderarbeit, ökologische Mindeststandards sowie menschenwürdige Löhne und Arbeitsbedingungen werden dort mit nationalen und interationalen Gütesiegeln nachgewiesen.

"Lena" hatte im vergangenen Jahr Probleme mit seinen Produzenten in China. Allerdings führten nicht Ausbeutung, Kahlschlag oder Gift zu Lieferausfällen, sondern ein Wechsel im Management. Deshalb will Joachim Söhn künftig wieder vermehrt in Europa, in Deutschland produzieren lassen.

"Das war ohnehin unsere Planung, nun werden wir verstärkt darauf setzen", erklärt der Manager. Für das laufende Jahr kommen die beiden Hauptprodukte allerdings noch aus Fernost.

Zuwächse bis zu 20 Prozent erwartet sich der Lena-Chef vor allem im Geschäft mit Kreativprodukten. Hier schwört man auf die Kooperation mit großen Partnern und produziert mit Lizenzen von "Disney" und "Fisher Prize".

Die Kreativabteilung beschert auch Bringmann Wachstum. Nach den Erfahrungen der Wendelsteiner liegt das am umfangreicheren Sortiment in Geschäften, die bisher nur wenig oder gar nichts in Sachen Gestalten angeboten haben.

Ferner stelle man eine Rückkehr zum Selbstgemachten fest, heißt es. Die besseren Geschäfte des Schreib-, Bastel- und Papierwarenproduzenten führten auch zu Investitionen. Bringmann hat 2012 in Wendelstein gebaut und setzt auf schnelle Bedienung seiner Kunden. "Wir haben eine extrem hohe Lieferfähigkeit", sagt Abteilungsleiter Peter Fendt. "Um das zu gewährleisten, brauchen wir Flächen und Manpower für Logistik", so Fendt. Das Wendelsteiner Familienunternehmen ist insbesondere bei der Papierveredelung höchst erfolgreich. "Wir produzieren hier ausschließlich in Deutschland und sind die Nummer eins in Europa". Auf der Messe präsentierte das Unternehmen annähernd 50 brandneue Artikel.

Das Rother Handelsunternehmen "iden" hat im vergangenen Jahr ebenfalls begonnen zu erweitern. Im März werden 2300 Quadratmeter zusätzliches Lager und 470 Quadratmetern Expedition in Betrieb gehen. Neun neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Das Unternehmen wurde 1890 in Berlin gegründet und beliefert von Roth aus ganz Süddeutschland sowie Süd- und Südosteuropa.

In Roth sind 60 000 Artikel für Wiederverkäufer auf Lager. Spiel- und Schreibwaren sowie Partybedarf. "Wir sind ein Systemdienstleister über alle Handelsstufen hinweg", erklärt Karl Krug.

"iden" hat sich 2001 in der Kreisstadt angesiedelt und beschäftigt dort 50 Mitarbeiter, die sich regelmäßig mit allerhand neuen Produkten befassen müssen. Denn: "50 Prozent aller Spielwaren überleben nicht ein Jahr", weiß Hans J. Iden.

Einer der Dinosaurier der Spielwarenmese ist Henry Forde aus Götzenreuth. Er betreibt in Schwabach ein Handelsbüro und verdient sein Geld überwiegend mit Plüschtieren aus Asien. 1968 war er zum ersten Mal als Aussteller in Nürnberg und hat seither kein Jahr gefehlt. "Meine Geschäfte laufen stabil", zeigt er sich im Gespräch mit Herbert Eckstein zufrieden.

Diesmal präsentiert er auch ein jüngst selbst entwickeltes Sortiment. Gemeinsam mit einem schwedischen Unternehmen hat Forde zahlreiche Produkte mit Szenen, Figuren und Symbolen um den Kinokassenschlager "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" auf den Markt gebracht. Sie werden insbesondere in Nordeuropa verkauft. "Schweden, Finnen und Norweger mögen das", sagt Forde. "Das erinnert sie an die Wikinger." 

stt


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