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Eine Pförtnerampel gegen zu viel Verkehr in Hilpoltstein

Arbeitskreis Verkehr diskutierte Möglichkeiten, um innerstädtisches Verkehrsaufkommen in geregelte Bahnen zu lenken - 06.10.2017 17:35 Uhr

Wenn’s — wie hier Anfang August auf der A 9 zwischen Allersberg und Hilpoltstein — gekracht hat und kein Durchkommen mehr ist, dann verstopfen die Blechlawinen Hilpoltsteins Innenstadt. Muss nicht sein, meint der Arbeitskreis Verkehr und diskutierte am Donnerstag Alternativen. News 5/Goppelt © Foto: News 5 / Goppelt


Wenn es auf der A 9 zwischen den beiden Hilpoltsteiner Abfahrten stockt, dann rollt auch in der Stadt der Verkehr in der Regel nur noch sehr langsam, weil Pkw- und Lkw-Fahrer auf die Straßen der Burgstadt ausweichen, um den Stau auf der Autobahn zu umfahren. Und ein Stau ist auf diesem Teil der Strecke gar nicht so selten.

Zum einen wird derzeit auf der A 9 viel gebaut – die nächsten Wochen und Monate zum Beispiel an den Autobahnbrücken – und das behindert natürlich den Verkehr. Zum anderen aber gibt es regelmäßig Unfälle, die laut AK-Sprecherin Ulla Dietzel oft die gleiche Ursache haben: Es wird zu schnell gefahren.

Die Fahrer, die aus Richtung München kommen, müssten sich bis Greding an Tempo 120 halten, danach sei die Beschränkung aufgehoben. "Man kann also auf die Tube drücken", erklärte Ulla Dietzel in der Sitzung des Arbeitskreises am Donnerstagabend. Und dann krache es eben schnell mal… – Ein Tempolimit könnte ihrer Meinung nach Abhilfe schaffen. Denn wenn der Verkehr auf der Autobahn, zum Beispiel nach einem Unfall, nicht mehr rollt, dann hören viele Fahrer auf ihr Navi. Das sucht flugs die schnellste Ausweichroute aus, und die führt zwischen den beiden Hilpoltsteiner Abfahrten mitten durchs Zentrum – auch wenn die Ortsdurchfahrt gar nicht darauf ausgelegt ist, den Verkehr einer dreispurigen Autobahn aufzufangen.

Wie also der vielen Fahrzeuge Herr werden? Kurz wurde in der Sitzung des Arbeitskreises noch einmal das Thema Umgehungsstraße gestreift, vor allem aber wurde über mögliche Pförtnerampeln diskutiert. Diese könnten am Ortseingang in der Allersberger Straße und am Solarer Berg stehen und würden dafür sorgen, dass nicht alle Fahrzeuge auf einmal die Straßen verstopfen. Oder anders gesagt: Dann staut sich der Verkehr zwar auf den Zufahrtsstraßen, aber wenigstens nicht mehr in der Stadt selbst.

Die Idee ist allerdings auch in Hilpoltstein nicht ganz neu, "da reden wir seit zwei Jahren drüber", erinnerte FW-Stadtrat Michael Greiner in der Diskussion. Konkrete Ergebnisse lägen aber nicht auf dem Tisch. "Es gibt noch keine Pläne, wir diskutieren noch", musste auch Ulla Dietzel eingestehen.

Das könnte nun anders werden. Der Arbeitskreis will den Hilpoltsteiner Stadtrat bitten, sich sowohl mit den Pförtnerampeln als auch der gewünschten Geschwindigkeitsbeschränkung zu beschäftigen und dafür auch Kontakt mit dem Staatlichen Bauamt und der Autobahndirektion aufzunehmen. 

wi

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