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Die Handlung ist schnell erzählt: Kriminalkommissar Bergmeier, gespielt vom Theaterchef Bernd Helfrich, verschlägt es wegen eine Motorradpanne auf einen einsamen Bauernhof. Dort stellt er mit seiner kriminalistischen Spürnase sofort fest, dass hier etwas nicht stimmt. Oma Bertas „Schnuffelchen“, eine mit Herztropfen und Biogemüse verhätschelte Drei-Zentner-Sau, ist verschwunden. Kurz darauf ist auch die Großmutter selbst nicht mehr zu finden.
Kommissar Bergmeier wird Zeuge eines konspirativen Gesprächs zwischen zwei Bauernhofbewohnern, die davon sprechen, dass „die Berta endlich weg ist“ und zwar „fachgerecht zerlegt“. Was Bergmeier nicht weiß, ist, dass das „Schnuffelchen“ ebenso wie die Oma den Namen Berta trägt. Fieberhaft beginnt er zu ermitteln, verlängert seinen Aufenthalt auf dem Bauernhof, und muss sich dabei der Annäherungsversuche von Frau Stäblein erwehren, einer Antiquitätenhändlerin, die Urlaub auf dem Bauernhof macht, und einen Narren an dem Kommissar gefressen hat.
Schließlicht taucht dann auch noch ein Streifenpolizist aus Rosenheim auf, den dessen Vorgesetzter Bergmeier eigentlich nur gebeten hatte, ihm ganz diskret seinen „Notfallkoffer“ zu bringen, der stattdessen jedoch für jede Menge Wirbel und Polizeiabsperrungen kreuz und quer über den sonst so beschaulichen Bauernhof sorgt.
Während der Vorstellung hat das Publikum jede Menge Gelegenheit, sich ordentlich auf die Schenkel zu klopfen: Ständig laufen die Protagonisten mal mit entsetzter, mal mit entrüsteter Mine aus den Kulissentüren, strecken sich Köpfe aus den mit Geranien dekorierten Papp-Fenstern, oder es werden die Brüste von Frau Stäblein auch mal als „Gaudinockerln“ bezeichnet. Eine Bauernweißheit darf ebenfalls nicht fehlen: „Wenn der Bauer macht ein Bäuerlein, muss das nicht mit der Bäuerin sein“.
Am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf: Die verschwundene Oma Berta besuchte nur ihr Klassentreffen auf dem Herbstfest in Rosenheim, die verwöhnte Sau „Berta“, die dem Bauern schon lange auf die Nerven ging, wurde von ihm und einem Fußballkameraden zum „XXXL-Spanferkel“ für das Vereinsfest verarbeitet, und der wiederkehrenden Oma wurde einfach weisgemacht, dass ihr Schnuffelchen die zugegeben ziemlich kurze Trennung von ihr nicht überlebt hat.
Lustige zwei Stunden also in der Kulturfabrik, die niemanden überforderten, und bei der auch der kritischste Zuschauer zugeben musste, zumindest hin und wieder geschmunzelt zu haben.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.