|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Ein sechster Rang im 14. Saisonrennen in Hockenheim genügte Elia Erhart, um sich in die Siegerliste des Markenpokals einzutragen. Danach gab es kein Halten mehr, der junge Mann hüpfte begeistert auf dem Podium herum und spritzte mit dem Champagner um sich. Vor dem Zelt seines in Rietberg beheimateten Aust-Teams warteten rund 50 Teammitglieder, Eltern, Sponsoren und Freunde auf den Sieger. Sie begrüßten ihn mit Konfetti, Bier und Sekt — und vor allem T-Shirts mit der Aufschrift „Elia Erhart 1“.
Dass er im letzten Rennen der Saison Sechster wurde, konnte Erhart verschmerzen. Und trotzdem sprach er von einer „Frechheit“, weil er, in Führung liegend, von einem Konkurrenten umgedreht wurde, und ein paar Runden später erneut, als er sich auf Rang vier vorgearbeitet hatte. Erhart selbst gestand nach seinem Meisterstück, „dass ich noch gar nicht realisiert habe, was da passiert ist“. Später hatte er sich dann aber so weit gefasst, um zu erklären, wie der Erfolg mit dem 300 PS starken Fronttriebler zustande kam.
Drei Gründe nannte der Röttenbacher für seine erfolgreiche Saison, die mit den Rängen sieben und fünf begann, ihm aber auch insgesamt sieben Podestplätze, darunter zwei Siege, bescherte. Zum Einen sei da der neue Rennstall, zum Zweiten die Partner, und über die Leute, die ihm viel Arbeit abgenommen haben bis hin zu den Gönnern, die das Ganze finanziell absichern. Deshalb habe er den Kopf frei gehabt, mehr trainiert und „sich ganz auf das Fahren konzentrieren können“. Was auch nötig gewesen sei, denn „schließlich war es mein Ziel, um die Meisterschaft mitzufahren“.
Das sei vor allem deshalb gelungen, „weil ich nie ausgefallen bin“; anders als im Vorjahr, als ihn einige Nullrunden wegen technischer Probleme zurückwarfen. Freilich, ein paar Kleinigkeiten an seinem Seat — der Gleiche wie im Vorjahr — seien dennoch auch heuer schiefgegangen. Er habe aber immer versucht, so viele Punkte wie möglich zu holen und keine Harakiri-Aktionen zu starten. Auch Seat-Motorsport-Leiter Oliver Schielein rechnete seinen MCN-Klub-Kollegen Elia Erhart vor Saisonbeginn nicht zu den Mitfavoriten. „Aber er hat den Titel verdient, er ist konstant gut gefahren und hatte zudem die wenigsten Fehler gemacht“, lobte der Nürnberger.
„Natürlich“ schaute Elia Erhart bereits voraus. Die nächste Stufe auf dem Karriereweg wäre der Carrera Cup. Weil Erhart auch der beste Fahrer unter 24 Jahren war, was gesondert ausgelobt wurde, steht ihm, gemeinsam mit dem Preisgeld für den Gesamtsieg, ein Einstiegspaket von insgesamt 125000 Euro, zahlbar von Seat und der Deutschen Post, zur Verfügung. Doch das reicht lange nicht, um die gesamte Runde im schnellsten Markenpokal zu finanzieren. „300000 Euro sollten es schon sein, und das ist ein ganz schöner Batzen“, fügte er an. Mithin mehr als das Doppelte, deshalb hofft Erhart, dass der eine oder andere Gönner vielleicht tiefer in die Tasche greifen wird und ein neuer Sponsor hinzukommt.
Wie es mit der Seat Leon Supercopa im nächsten Jahr weitergeht, ist derzeit noch ungewiss. Rennen Nummer 15 in Hockenheim war nämlich zugleich das letzte, wie Schielein bestätigte. Allerdings unterstreicht Seats Motorsportchef auch, dass dies keineswegs den Rückzug der spanischen VW-Tochter aus dem Motorsport bedeutet.
Vielmehr habe man ihm aus Spanien bestätigt, dass man sich weiter engagieren werde, nur nicht mit welchem Auto. Für Schielein kommt dabei der kleinere Seat Ibiza infrage, der schon in anderen Ländern renne. Oder auch der neue Leon, der 2012 auf den Markt komme. Im Grunde sei das alles eine Marketingentscheidung. Für Elia Erhart ist das nach seinem Triumph ohnehin kein Thema mehr. Der Einstieg in den Porsche Carrera-Cup ist für ihn praktisch Pflicht.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.