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„Der Erfolg ist nicht zu messen, aber wichtig ist unsere Arbeit trotzdem“, sagt BN-Kreisvorsitzender Michael Stöhr beim Erscheinen des neuen Halbjahresprogramms. Und einige Erfolge sind ja sogar sichtbar. So hat sich mit den „Waldmäusen“ in Abenberg eine neue, sehr aktive Kindergruppe gegründet, die dritte neben Rednitzhembach und Schwanstetten.
Getreu dem Grundsatz „Nur was man kennt, schützt man auch“, freut sich Stöhr über den Nachwuchs an Naturschützern. Aktionen für Kinder bietet der BN freilich auch andernorts an, allein beim Ferienprogramm mischt der Verband in sieben Landkreisgemeinden mit.
Ein weiteres Angebot speziell für Kinder hat der BN unter dem Motto „Sehnsucht Wildnis“ ab sofort im Programm: Naturexkursionen für Kindergruppen und Schulklassen, genau abgestimmt auf Alter und Lehrplan. Unter Themen wie Hecke, Wald oder Wiese, Störche, Biber oder Vögel können die Lehrer den BN für zwei oder mehr Unterrichtsstunden „buchen“.
Dass der BN „aktiv für umfassenden Klimaschutz“ ist, zeigt er auch ganz konkret und praktisch anhand von neuen Steckernetzteilen: mit denen lässt sich auch der Standby-Verbrauch drastisch sparen, statt zehn bis 15 Watt wird nur ein Watt verbraucht. Zu haben sind die Stecker nicht nur im Elektrofachhandel, sondern auch in der BN-Geschäftsstelle in Roth.
„Biodiversität“ heißt das Schlagwort, das die Kreisgruppe heuer zu ihrem Schwerpunkt macht. Dazu gehören neben dem Kartieren von neuen Biberrevieren — es gibt jetzt 38 im Landkreis, also leben hier rund 130 Tiere — die alljährlichen Amphibienrettungsaktionen, bei denen rund 5000 Kröten, Frösche und Molche sicher über die Straßen getragen werden. Auch die Pflege von Biotopen wiederholt sich arbeits- und zeitaufwendig: so werden die Kopfweiden als wichtiger Lebensraum in den nächsten Wochen wieder geschnitten, und am Umwelttag in Hilpoltstein wird immer wieder mit Hilpoltsteiner Gymnasiasten geackert.
In Sachen Bannwaldschutz kann der Bund Naturschutz einen wichtigen Erfolg verbuchen. Die geplante Südspange zum Gewerbegebiet Nürnberg-Feucht-Wendelstein, die die Gemeinde Wendelstein unbedingt durchsetzen wollte, die aber acht Hektar Reichswald durchschnitten hätte, wird „vorerst nicht weiterverfolgt“. Stefan Pieger, stellvertretender Kreisvorsitzender, sieht darin einen ersten Punktsieg. Sein Standpunkt: „Die Trasse war und ist unnötig.“
Froh ist der BN über seine „Partner“ Energiebündel und Bündnis gentechnikfreie Landwirtschaft, die er selbst mit initiiert hat. In diesen neuen Gruppen werde intensiv gearbeitet, „was wir allein gar nicht leisten können“, sagt Stöhr. Das Spektrum reicht von der Podiumsdiskussion zur EU-Agrarpolitik bis zu Vorträgen über die Gefahren der Agro-Gentechnik, von Kundgebungen und Infoständen bis zu den zweimonatigen Bündnistreffen.
Rund 80 Veranstaltungen organisieren die Kreis- und die Ortsgruppen des BN alljährlich, 2300 Mitglieder bekommen jetzt wieder die „Distel“ als Leitfaden für das Programm. Und wer kein Mitglied ist, findet die „Distel“ natürlich auch in Rathäusern, Arztpraxen oder VHS-Geschäftsstellen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.