Montag, 17.12.2018

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Erstmals im Konzert der ganz Großen

Anschieber Tobias Schneider und Pilot Christoph Hafer gehören zur deutschen Bob-Weltcup-Mannschaft - 05.12.2018 16:50 Uhr

Christoph Hafer und Tobias Schneider holen sich bei der internationalen Trainingswoche im WM-Ort Whistler den Feinschliff für den Weltcup. © Foto: Viesturs Lacis, ibsf


Nach erfolgreich absolvierter, verbandsinterner Selektion in Altenberg erhält Tobias Schneider zusammen mit seinem Piloten Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach die Möglichkeit, sich erstmals im Weltcup mit den ganz Großen des Bob-Sports zu messen.

Den letzten Feinschliff hierzu holten sich die Athleten im Rahmen einer internationalen Trainingswoche im kanadischen Whistler. Dort findet im März die nächste Weltmeisterschaft statt. Die Bahn gilt als die schnellste der Welt. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h rasen die Bobfahrer dem Ziel entgegen. Weltberühmt zum Beispiel die Kurve zwölf, die wegen der hohen Sturzgefahr auch die "fifty/fifty"-Kurve genannt wird. "Entweder man kommt durch, oder halt eben nicht. .. ", meint der geschwindigkeitserprobte Anschieber Schneider dazu lakonisch. Gute Vorbereitung, blindes Vertrauen zu seinem Piloten Christoph Hafer und eine gesunde Portion Respekt gehören schon dazu, aber Angst kennt der Eckersmühlener nicht.

Als Gesamt-Europacup-Sieger der vergangenen Saison und amtierende Junioren-Vizeweltmeister sowohl im Zweier- als auch im Vierer-Bob, war nach der positiv gestalteten Selektion die Nominierung des Teams Hafer/Schneider für die Weltcup-Rennen in Sigulda/Lettland nur folgerichtig. Dank der Unterstützung seines Dienstherrn, der Bayerischen Polizei, kann sich der Polizeiobermeister-Anwärter als Mitglied der Fördergruppe Spitzensport in der Saison ausschließlich auf seine sportliche Entwicklung konzentrieren uns zahlt dies jetzt mit seinem ersten Weltcup-Einsatz zurück.

Dabei hat der junge Eckersmühlener seine sportlichen Wurzeln nicht vergessen. Noch heute schwärmt der Modellathlet in den höchsten Tönen von seinen ersten Übungsleitern Sigrid Gugel und Carmen Ulrich beim TV Eckersmühlen und seinem über Jahre fast väterlichen sportlichen Förderer Karl Nagengast bei der LG Landkreis Roth.

Schneider ist überzeugt, dass durch die umsichtige, breite leichtathletische Ausbildung der Grundstock für seine jetzigen Erfolge gelegt wurde. Jungen Athleten rät Schneider zu einer mehrkampf-orientierten sportlichen Ausbildung, um dann – mit den entsprechenden Grundlagen – die persönlichen Stärken optimal ausbilden zu können.

Zielstrebigkeit und die Fähigkeit zur Verarbeitung von Rückschlägen durch Verletzungen oder Misserfolge zählt der heimatverbundene Bobsportler zu seinen besonderen Fähigkeiten.

In der ARD ist eine Zusammenfassung der Sonntagsrennen aus Sigulda im Rahmen der Wintersport-Sendung am Sonntag gegen 16.20 Uhr zu sehen. (ab 12 Uhr Livestream unter ibsf.org). 

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