Samstag, 17.11.2018

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Ferien in Hilpoltstein: Das Spiel mit dem Feuer

Die Feuerwehr ließ Mädchen und Buben kontrolliert "zündeln" - 11.08.2017 15:56 Uhr

Auf Alufolie durften die Kinder kleine Lagerfeuer entzünden, um auf diese Weise den Umgang mit Feuer zu üben. © Foto: Tobias Tschapka


Auf die Idee dazu kamen die beiden Brandschutzerzieher der Hilpoltsteiner Feuerwehr, Melanie Flierl und Matthias Massopust, durch einen Vortrag in der Würzburger Feuerwehrschule. Dort referierte der Berliner Künstler Kain Karawahn zum Thema "Mit Feuer spielen".

Karawahn vertritt die Philosophie, nach der den Kindern schon frühzeitig der verantwortliche und sichere Umgang mit Feuer beigebracht werden sollte, damit diese nicht dem "Reiz des Verbotenen" erliegen.

Diese Idee vom kontrollierten Umgang mit Feuer, natürlich unter Aufsicht von Erwachsenen, hat die beiden Brandschutzerzieher überzeugt "und darum machen wir das heuer zum Thema", so Flierl, die stellvertretende Vorsitzende der Hilpoltsteiner Feuerwehr ist.

Jeder der kleinen Teilnehmer bekam zu Beginn eine namentlich beschriftete, volle Streichholzschachtel, die am Abend wieder abzugeben war. "Ich hab’ zu Hause noch nie ein Streichholz anzünden dürfen", meinte einer der anderen Teilnehmer.

Aber genau das sollten die Kinder an diesem Tag lernen. "Immer vom Körper weg streichen und auf keinen Fall wegwerfen", machten es die Feuerwehrler den Kindern vor – und diese blickten konzentriert auf die roten Zündköpfe. Wenn das Streichholz brannte, landete es kurz darauf mit einem kleinen Zisch im Wasserglas.

Im Lauf des Nachmittags wurde die "Feuerdosis" ganz langsam gesteigert. Erst übten die Kinder in kleinen Gruppen mit Streichhölzern, dann mit Teelichtern und später entzündeten sie kleine Lagerfeuer auf Alufolie.

Flierl sah nur Vorteile darin, wenn Kinder unter kontrollierten Bedingungen erste Erfahrungen mit Feuer machen, "denn Verbote funktionieren nicht".

Weiterführend Infos zu dem Konzept (für beunruhigte Eltern): www.mitfeuerspielen.de/ 

TOBIAS TSCHAPKA

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