Montag, 17.12.2018

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Ferien in Roth: Kinder drehen einen Trickfilm

Mädchen und Buben brauchen dafür vor allem Geduld - 11.08.2017 15:57 Uhr

Wie entsteht ein Zeichentrickfilm? Dies erfuhren die Rother Ferienkinder beim Kurs im Rother Jugendhaus. © Viola Bernlocher


Langsam, wie in Zeitlupe, steigen die Kinder aus der großen Pappschachtel, während Edina Lenhardt im Sekundentakt mit dem iPad Fotos macht. Später werden alle Aufnahmen zu einem kurzen Zeichentrickfilm zusammengefügt. Mit einer App am iPad funktioniert das ganz ohne Probleme, und schon kurz nachdem die Fotos geschossen sind, können die Kinder auf einem großen Fernseher noch einmal sehen, wie sie alle nacheinander aus der Schachtel klettern und ruckartig aus dem Bild laufen.

Edina Lenhardt und ihre Kollegin Jutta Röckelein vom Nürnberger Verein "Dramabox" wollen den Kindern zeigen, wie ein Trickfilm funktioniert: Aus einzelnen Bildern entsteht eine Sequenz, die eine Geschichte erzählt — so wie die von der Schachtel ohne Boden, aus der auch zehn Kinder nacheinander steigen können.

Den Kindern macht das zwar viel Spaß, es verlangt ihnen aber auch Geduld ab, schließlich dürfen sie sich für jedes weitere Bild nur ein kleines Stück vorwärts bewegen, damit am Ende noch ein zusammenhängender Film herauskommt. Immer wieder muss Edina Lenhardt deshalb rufen: "Stopp, stehen bleiben!" Erst wenn der Auslöser geklickt hat, geht es weiter.

Mit dabei sind Kinder ab dem Grundschulalter. Lenhardt sagt: "Auch Grundschulkinder können schon die einfachen Tricks erfassen." Damit es nicht langweilig wird, haben sie noch andere Trickfilm-Ideen vorbereitet.

So schauen sie zum Beispiel einem Bild dabei zu, wie es sich selbst malt. Vor einer Leinwand wird die Kamera positioniert, nach und nach dürfen die Kinder für je eine Sekunde einen Strich dazu malen, danach wird ein Foto gemacht. Immer wieder. Am Ende kann man so animieren, wie das Bild langsam entsteht, ohne dass die kleinen Maler dabei sichtbar werden.

In den Räumen des Rother Jugendhauses macht Jutta Röckelein etwas ganz Ähnliches mit dem anderen Teil der Gruppe. Auf einem blauen Tischtuch haben sie ein Muster aus Gummibärchen ausgelegt. Eine Dokumentenkamera, die über dem Kunstwerk schwebt, hält es fest. Dann darf ein Gummibärchen genascht werden, bevor wieder ein Foto gemacht wird. Nach und nach verschwinden so die Gummibärchen vom Tischtuch und wandern in die Kindermünder, während nebenbei ein Trickfilm entsteht. Nicht nur für Kinder eine witzige Idee.

Auf eines fiebern die Teilnehmer aber besonders hin: Mit Hüten und Kostümen dürfen sie sich langsam in eine andere Persönlichkeit verwandeln. Damit es spannend bleibt, ist das aber dann der krönende Abschluss. 

vb

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