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Zwölf Schüler haben sich auf dieses Experiment eingelassen. Lars Blum aus der sechsten Klasse ist einer davon. Er kam durch seine Patin auf das Fach Chinesisch. „Sie ist Übersetzerin für Chinesisch im Gericht“, erzählt der Elfjährige.
Bei Yi Lin funktioniert es mit der Aussprache schon sehr gut. Ihre Eltern kommen aus China. Sie selbst ist jedoch in Deutschland geboren „und kann die Sprache nicht“, erklärt sie ihre Motivation für das außergewöhnliche Unterrichtsfach.
In ihrer ersten Stunde üben die Schüler zuerst die Aussprache. „Es ist das Wichtigste. Im Chinesischen werden die Silben unterschiedlich betont“, weiß Lehrerin Selma Schrettenbrunner. Sie wurde über das Konfuzius-Institut vermittelt, das auch die Kosten für den Kurs übernimmt.
Sehr zur Freude von Schulrektor Karlheinz Thoma. Dieser hat im vergangenen Jahr eine Schulleiterreise nach Peking mitgemacht. Zwar war er „anfangs skeptisch“, kehrte aber völlig begeistert aus Chinas Metropole zurück. „Die Schüler dort haben einen enormen Leistungswillen“, erklärt Thoma.
Durch den Chinesisch-Kurs möchte er seinen Schülern einen Vorteil im späteren Berufsleben vermitteln. „China wird immer mehr zur Weltmacht und somit die Sprache auch zur Weltsprache. Ich bin der Meinung, dass wir den Schülern hier ein Rüstzeug für ihre Zukunft mitgeben“, so der Schulleiter.
Das ist auch der Grund, warum Janice aus der zehnten Klasse daran teilnimmt. „Weil der Einfluss von China immer größer wird, sollte man sich auch mit der Sprache auseinandersetzten“, ist sich die Schülerin sicher.
Bleibt zu hoffen, dass sich die zwölf Pioniere von dem roten Drachen auf dem Schulbuch nicht abschrecken lassen. In der ersten Unterrichtsstunde führte die ungewöhnliche Aussprache jedenfalls auch zu einigen Lachern.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.