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Der Schritt, sich aus dem Gemeinderat zu verabschieden, sei ihr „sehr schwer gefallen“, betonte Schrödel an der Sitzung im Rathaus. Berufliche Herausforderungen hätten ihr aber keine andere Wahl gelassen. „Das ist schade, aber auch verständlich“, entgegnete Bürgermeister Thomas Schneider, der sich bei der Grundschullehrerin für das große Engagement im Gremium bedankte.
Als erster Listennachrücker hätte ihr eigentlich Georg Zeiner im Amt folgen sollen. Doch dem geht es nicht viel anders als Anna Schrödel: Beruf, landwirtschaftlicher Betrieb und ehrenamtliches Engagment hinderten den Unterbreitenloher daran, einem solchen Amt zeitlich gerecht zu werden, wie er sinngemäß in einem Brief mitteilen ließ.
Die Nächste auf der Liste heißt Doris Kratzer. Sie übernimmt nun Schrödels Ratssitz und sorgt damit für den Erhalt der bisherigen „Frauenquote“ des Gremiums. Nach der Vereidigung durch Schneider konnte die Röttenbacherin die zahlreichen Glückwünsche entgegennehmen. Die 42-jährige, verheiratete Mutter zweier schulpflichtiger Kinder will sich im Gremium vor allem sozial engagieren. Das liegt ihr im Blut. Als ehemaliges Mitglied im Elternbeirat des örtlichen Kindergartens hat sie sich für die Versorgung der Kinder mit warmen Mittagessen stark gemacht, derzeit ist Kratzer in der Grundschule im Elternbeirat aktiv und bekleidet den Posten der Schriftführerin.
„Verstärkt möchte ich im Gemeinderat für Familien (besonders die sozial benachteiligten) und Kinder etwas Positives bewirken“, so Kratzer gegenüber unserer Zeitung. Und sie will das äußerliche Erscheinungsbild Röttenbachs etwas „aufhübschen“.
Den richtigen Daumen dafür hat sie: Mit dem eigenen, teilweise im Barockstil angelegten Garten hat sie beim diesjährigen „Tag der offenen Gartentür“ von sich reden gemacht. Inspiration holt sie sich auch bei Wanderungen mit der Familie – heuer durchstreifte sie die Fränkische Schweiz und Südtirol.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.