|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Kurz vor 18 Uhr, die Tische im Saal der Kulturfabrik stehen noch einsam herum, erst nach und nach erscheinen die SPD-Wahlkämpfer, die später — nach der Wahlparty der Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung/Hilpoltsteiner Zeitung und des Schwabacher Tagblatts — hier auf jeden Fall feiern wollen. Die roten Blumen sind besorgt, dass Eckstein das Rennen macht, ist klare Sache. Ben Schwarz, Bürgermeisterkandidat in Georgens-gmünd, prognostiziert aber salomonisch: „Beide werden ihr Gesicht wahren können.“
Auf Zahlen will sich eh kaum jemand festlegen. Einzig Ex-CSU- und jetziger FW-Kreisrat Toni Nagel, der in einer ersten spekulierenden Fragerunde der Moderatoren Petra Schoplocher und Robert Gerner nach seiner Prognose gefragt wird: „Ich tippe 68 Prozent für Herbert Eckstein — und ich denke, er hat’s verdient.“ Obwohl er dem CSU-Kandidaten eine sympathische Art bescheinige.
Der so gelobte Robert Frank hat sich da — es ist erst 18.15 Uhr — schon in die Höhle des Löwen gewagt. Komplett mit Frau und Kindern lächelt er sich — smart, braungebrannt und großgewachsen — durch die Gesichter. Küsschen und Umarmung für die Freunde aus der CSU, entspannte Freundlichkeit für die inzwischen dichte Menge im Saal.
Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer trifft ein, kündigt eine „schwierige“ Wahlbeteiligung an — am Ende wird sie bei nur 46,59 Prozent liegen (2005 waren es wegen der Bundestagswahl 81 Prozent, 1999 55 Prozent).
Robert Frank hat gerade noch im Gespräch gesagt, „wir könnten es schaffen“. Aber während dann MdL und Ex-CSU-Kreischef Manfred Weiß von einem „guten Wahlkampf“ spricht und der stellvertretende CSU-Kreischef Michael Kreichauf sich zu der Prognose hinreißen lässt, Frank werde „mehr Prozent holen“ als Kuchenmeister vor sechs Jahren (es waren 28,2), bauen sich die ersten Ergebnissäulen aus Kammerstein auf der Großleinwand auf: eine große mit 74,74 Prozent für Eckstein, eine kleine mit 25,26 Prozent für Frank. Sein Lächeln wirkt nicht mehr ganz so entspannt. Trotzdem wird er eine halbe Stunde später nicht „das war‘s“ sagen, sondern Richtung Kreistagswahl 2014 und 2017 blicken.
Auf der linken Saalseite, wo die SPD’ler stehen, brandet befreiter Applaus auf — und viele Freie Wähler klatschen mit, die unumwunden zugeben, sich über ein gutes Ergebnis des amtierenden Landrates zu freuen. Von Vize Walter Schnell bis zum Büchenbacher Bürgermeister Bauz. CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer erntet dagegen Buhrufe, als er deren „Wahlkampfhilfe“ für Eckstein anprangert. Beim nächsten Ergebnis reiben sich die Genossen erneut die Augen: Aus Allersberg werden 71,68 Prozent gemeldet, vor sechs Jahren lag Eckstein noch fünf Prozent darunter. Selbst Spalt — „CSU-Hochburg“, wie der „einzelkämpfende“ SPD-Ortschef Harald Heller anmerkt, hat mit 70,33 Prozent für Eckstein votiert, eineinhalb Punkte mehr als 2005.
Einzig Rednitzhembach, Franks Heimatgemeinde, schert mit 62,32 Prozent für Eckstein und 37,68 Prozent für Frank deutlich aus. Den Vogel schießen die Thalmässinger ab mit 83,96 Prozent für Eckstein, der übrigens ohne Parteilogo geworben hat — in Absprache mit den Genossen, wie die frühere SPD-Kreis-Chefin Christine Rodarius sagt.
Als der alte, neue Landrat dann mehrere Minuten braucht, um sich den Weg durch Umarmungen, Tränen, Blumen und Küsse in den Saal zu bahnen und schier fassungslos vor 76,28 Prozent steht, wird er gefragt, wie so ein Ergebnis im schwarzen Thalmässing denn möglich sei. „Ehrlich sein“, glaubt er — und fügt das höchste Lob des Franken hinzu: „Thalmässing passt scho.“Weitere Fotos unter roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.