|
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos! |
![]() |
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!
|
Zum sechsten Mal hatten am Dienstag in der Dreifachturnhalle der Rother Wilhelm-von-Stieber Realschule Betriebe, Behörden und Schulen ihre Stände aufgebaut, um verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die den Realschülern nach der mittleren Reife offenstehen. Davor und danach informierten sich die Schüler bei Vorträgen genauer über die Berufe und Werdegänge. 39 Betriebe, so viel wie noch nie, präsentierten sich in diesem Rahmen.
„Jetzt wird es langsam ernst“, weiß Seminarrektorin Daniela Haas, die den Berufsorientierungstag koordiniert. Die Neuntklässler müssen sich spätestens am Ende des Schuljahrs mit ihrem Jahreszeugnis bewerben. In einigen Branchen, etwa bei Banken und Versicherungen, gehe der Bewerbungsmarathon bereits jetzt los. Deshalb sei der Termin für den Berufsorientierungstag bewusst zum Halbjahr gewählt und stelle eine Art Höhepunkt dar.
Schon seit dem Ende der achten Klasse begleitet das Thema Berufsorientierung die Jugendlichen in vielen Fächern. Eine intensive individuellen Beratung und ein gezieltes Bewerbungstraining folgen noch.
Angst, nach dem Abschluss der mittleren Reife keinen Ausbildungsplatz zu bekommen, müssen die Realschüler in aller Regel nicht haben. „Die Situation am Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren dank der demographischen Entwicklung sehr stark zu Gunsten der jungen Leute verändert. Realschüler sind eine auf dem Ausbildungsmarkt stark nachgefragte Personengruppe“, weiß Berufsberater Ernst Gruber.
„Es ist viel leichter geworden, einen attraktiven Ausbildungsplatz zu bekommen“, bestätigt Daniela Haas. Aber: „Die Schüler brauchen nach wie vor und immer mehr Unterstützung bei der Auswahl des passenden Wegs.“ Ernst Gruber beobachtet eine zunehmende Neigung der Realschüler, im Anschluss an den ersten Abschluss weiter die Schule zu besuchen. Völlig überfüllte Fachoberschulen zeugen von diesem Trend.
Relativ neu ist die Möglichkeit, über eine Einführungsklasse in die Oberstufe des Gymnasiums einzutreten und dort die allgemeine Hochschulreife abzulegen. Das benachbarte Rother Gymnasium ist eine der wenigen Schulen im Umkreis, die dieses Angebot machen. Das sei grundsätzlich begrüßenswert, findet Ernst Gruber, „aber sicher nicht für alle der glücklichste Weg“. Er wünsche sich, dass wieder mehr Realschüler die Chancen des dualen Ausbildungssystems wahrnehmen.
Dort werden sie nämlich händeringend gesucht, wie auch Gerlinde Siegmund vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur weiß. Wohl auch deshalb sind die Standplätze in der Turnhalle von Seiten der Betriebe zunehmend heiß begehrt. Der Konkurrenzdruck unter den Unternehmen um die besten Absolventen ist groß geworden. Für die Realschüler kann das nur von Vorteil sein.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.