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Der „Spot“ war dabei auf die Musikschule Hilpoltstein gerichtet und war damit auch, so der lbpm, „eine weitere Bestätigung der langjährigen, erfolgreichen Arbeit und die hervorragend gelungene Umwandlung in eine vom gemeinnützigen Verein getragene, aber kommunal eingebundene Musikschulstruktur“. Eine weitere Wertschätzung erfuhr die Musikschule Hilpoltstein dadurch, dass ihr Leiter Burkhard Freimuth im ersten Teil der Veranstaltung in den Vorstand des Landesverbandes gewählt worden war.
Für den zweiten Teil waren die Leiter der Musik- und Regelschulen im Landkreis Roth, der Volkshochschulen, sowie die Mitglieder des Verbandes eingeladen. Die Hilpoltsteiner Residenz fanden sie als Tagungsort „schöner als das Maximilianeum in München“.
Die Vorsitzende des Trägervereins, Edeltraud Stadler, und der Leiter der Musikschule, Burkhard Freimuth, hießen die zahlreichen Gäste willkommen. Natürlich durfte bei einer derartigen Veranstaltung die gespielte und gesungene Musik nicht zu kurz kommen. Dafür sorgten das Bläserquartett von Siegfried Czieharz, die „Jagman Connection“ von Gunther Rissmann, das Vokalensemble von Wayne Lempke, sowie Maike Reinhold (E-Piano) und Franziska Manko (Gesang) von der Musikwerkstatt Pianissimo in Roth.
Markus Becker, Vorsitzender des „lbpm“ stellte sein mit dem bayerischen Rockpreis ausgezeichnetes Projekt „Unsere Show – Instrumental- und Ensembleunterricht für Haupt- und Realschulen“ in einem Videofilm vor. An fünf Augsburger Schulen, teilweise Brennpunktschulen mit 80 Prozent Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund und Klassen, in denen kein Einziger mehr Deutsch als Muttersprache spricht, war es gelungen, 300 Schüler für das Musikprojekt „Unsere Show“ zu begeistern. Vorkenntnisse waren dabei nicht nötig, viele hatten noch nie ein Instrument gespielt. Gefordert wurden aber Disziplin, Geduld und Ausdauer.
Acht Euro mussten während der eineinhalb Jahre dauernden Ausbildung pro Monat als „Grundwertigkeit“ bezahlt werden. Dafür wurden auch Instrumente mit der Auflage bereitgestellt, diese intakt wieder zurückzugeben. Becker und seine zahlreichen Mitarbeiter ließen sich von Problemen wie beispielsweise mit Schulleitungen, Lehrkräften und Hausmeistern nicht entmutigen. Auch der geringe finanzielle Beitrag konnte oder wollte oft nicht bezahlt werden. Es gab Probleme zwischen Schülern unterschiedlicher Herkunft und Mädchen, die wegen religiöser Anschauungen am Wochenende nicht weg durften.
Schließlich standen zehn Bands auf der Bühne zu einer „geilen Performance“ bereit und das gezeigte Video bewies, dass sich die Mühen aller Beteiligten mehr als gelohnt hatten. Von diesem großen Erfolg beflügelt, wurde inzwischen ein Nachfolgeprojekt in Angriff genommen, nach der Devise: „Du kannst jedem Schüler alles beibringen, aber nur so, dass er es lernen will. Die (Haupt-/Mittel-) Schulen sind ausgelaugt. Die Schüler wollen ‚entertaint‘ werden. Wichtig ist der Spaßfaktor.“
Über zwei weitere Projekte berichtete Vorstandsmitglied Martin Pause. Das eine hat die Kooperation mit einer Realschule und der Bildung einer Bläserklasse zum Ziel. Das andere ist als Schützenhilfe für Grundschulen gedacht. Mit einem Team von Lehrkräften soll erarbeitet werden, was man mit verschiedenen Instrumenten gestalten kann.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.