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Samstag, 22.09.2018

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Hilpoltstein: Ein Hoch auf die Pfalzgräfin

Dorothea Maria zieht mit ihren Töchtern in Hilpoltstein ein und das Burgfest-Volk jubelt - 05.08.2018 18:07 Uhr

Dorothea Maria (alias Bianka Luft) wird vom Volk mit viel Jubel, mit Musik und Blumen willkommen geheißen. Das Festspiel auf dem Marktplatz erinnert an das Jahr 1606, als die Pfalzgräfin mit ihren Töchtern nach Hilpoltstein zog. © Tobias Tschapka


"Sie kommen, sie kommen." Laut schallt der Ruf der Kinder, die auf den Marktplatz laufen. Und endlich reitet die Pfalzgräfin samt Herold und Hofstaat ein.

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Gewänder und Kostüme: Hilpoltstein feiert sein Burgfest

Die Pfalzgräfin Dorothea Maria hatte sich nach dem Tod ihres Gatten die Burg in Hilpoltstein als Witwensitz auserkoren. Bei ihrem Einzug in die Stadt wurde sie damals unter Beifall empfangen - und sie wird es heuer, dargestellt von Bianka Luft, auf dem Festspiel beim alljährlichen Burgfest immer noch.


Eine ganze Weile schon hat das Volk warten und sich die Zeit vertreiben müssen. Der Zauberer zeigt seine Messer-Tricks, die Mägdelein singen. Die Fahnenschwinger werden bejubelt, der Wunderdoktor, der seine Mittelchen gegen Kopfweh, Dummheit und manch anderes Zipperlein anpreist, wird dagegen ausgebuht. Zwischendurch lassen Bürgermeister (dargestellt von Josef Lerzer) und Stadtschreiber (Premiere für Felix Erbe) gemeinsam mit den Bürgern die Pfalzgräfin schon mal ordentlich hochleben.

Gefeiert wird natürlich im historischen Gewand. Rund 1000 Kostüme hat die Kleiderkammer heuer ausgegeben. Wer nicht im Zuge der Gräfin mitläuft, reitet oder musiziert, jubelt vor der Bühne. Dass heuer nicht ganz so viele Schaulustige hinter der Absperrung das historische Treiben verfolgen, mag vor allem an den Temperaturen liegen. Zwar weht hin und wieder ein laues Lüftchen, dennoch ist es auch an diesem Sonntagnachmittag, wie schon die vorangegangenen Burgfest-Tage, sehr warm.

Dann ist die Gräfin hoch zu Ross endlich da. Ihre Töchter Sophia, Susanna und Sabina folgen in der Kutsche, in der es sich übrigens auch der Hofnarr recht bequem gemacht hat. . . Der Bürgermeister begrüßt die Gräfin mit einem Krug Wein, das Blumenmädchen überreicht seinen Strauß, und der Pfarrer lädt zum Gottesdienst ein. Zu Ehren der Gräfin wird gesungen und getanzt, bevor der Kanzler schließlich Münzen aufs Volk regnen lässt. Und mit dem nötigen Kleingeld in der Tasche machen sich alle gemeinsam, angeführt von Pfalzgräfin Dorothea Maria und ihrem Gefolge, schließlich auf in Richtung Festwiese, wo bis in die Nacht hinein gefeiert wird. 

wi

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