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Hinschauen statt wegschauen: Coolrider schlichten bei Zoff

Bürgermeister Mahl und Landrat Eckstein lobten Engagement der Jugendlichen - 12.05.2014 16:04 Uhr

Prüfung erfolgreich absolviert. Diese Mädchen und Buben dürfen sich künftig Coolrider nennen. Im Vordergrund sind die beiden Coolrider-Trainer Katrin und Marc Schade zu sehen. © Tobias Tschapka


Organisiert wurde dies von der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) unter der Leitung von Andrea Leißner. Coolrider sind jugendliche Fahrzeugbegleiter, die hinschauen statt wegschauen. Sie sagen etwas, wenn sich andere Fahrgäste falsch verhalten, sie wirken deeskalierend, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt, sie treten für Schwächere ein und unterstützen auch ältere Menschen in ihrer Mobilität.

Rund 20 Stunden dauert diese freiwillige Ausbildung (durchgeführt von den beiden Trainern Katrin und Marc Schade).

Frischgebackene Absolventen

Katrin Schade begrüßte die frischgebackenen Coolrider und ihre jeweiligen Betreuungslehrer. Für die Realschule ist das Martin Blank, für die Mittelschule Barbara Brenner und für das Gymnasium Reinhard Weber.

Darüber hinaus nahmen von den Polizei-Dienstellen Hilpoltstein und Roth, Otto Hamperl und David Saalfelder, der Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl sowie Landrat Herbert Eckstein an der Feierstunde teil. Sie alle hätten wesentlich zur Coolrider-Ausbildung beigetragen, dankte Schade ihnen.

Auch Markus Mahl lobte die Jugendlichen für deren Engagement für die Allgemeinheit. „Das Coolrider-Motto ‚Hinschauen statt Wegschauen‘ ist nicht nur eine gute Voraussetzung für den Schulweg, sondern für das ganze Leben“, sagte der Bürgermeister. Landrat Herbert Eckstein, der den Schülern später die Urkunden überreichte, fand es bemerkenswert, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben: „Es ist interessant zu wissen, was ein Blick, ein Wort oder eine Mimik alles bewirken kann“, so Eckstein. Schließlich sprach Axel Ernst von den Coolrider-Freunden den neuen Schulwegbegleitern Mut zu, sollten sie einmal schlechte Erfahrungen machen: „Ihr könnt nicht alle Probleme lösen, das kann nicht einmal die Polizei. Denkt daran, dass ihr zu der großen Coolrider-Familie von in ganz Bayern inzwischen 3200 Jugendlichen gehört, eingebunden in eine große Gemeinschaft, die immer noch wächst.“

Drei Säulen

Wie Ernst betonte, gehörten drei Säulen zu einer erfolgreichen Coolrider-Ausbildung: Die Schüler selbst, die Polizei und die Verkehrsunternehmen. „Das Coolrider-Projekt stellt eine Win-win-Situation für alle Beteiligten dar“, so Ernst, laut dem trotz vieler gegenteiliger Behauptungen bei der heutigen Jugend durchaus soziales Engagement festzustellen sei, wie man an den Teilnehmern bei der Coolrider-Ausbildung sehen kann.

Schließlich hatte der Betreuungslehrer des Gymnasiums, Reinhard Weber, noch einen musikalischen Gruß in Form eines Chors aus sechs Elftklässlern mitgebracht, die den neuen Coolridern zwei Ständchen sangen. Anschließend wurden die Urkunden und die Coolrider-Ausweise überreicht.

Die neuen Coolrider des Gymnasiums heißen Isabeau Ammann, Sophie Wohlmuth, Antonia Medl, Aileen Reichel, Julia Steinke und Frauke Klinkmüller.

Die Teilnehmer der Realschule waren Lukas Maggauer, Marco Hilkens und Maximilian Herrler. Die größte Gruppe stellte die Mittelschule: Maximilian Dacher, Katja Feuerstein, Tizian Roeper, Stefan Heinloth, Theresa Bayer, Sandra Schmidt und Florim Kryeziu. 

TOBIAS TSCHAPKA

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