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Ein idealer Ort ist dieser Platz: Schattenspendende Bäume, jede Menge Platz auf der grünen Wiese, leicht zu erreichen und doch keine Nachbarn in der unmittelbaren Nähe, die sich eventuell über die tobenden Kinder ärgern könnten.
Aber eigentlich toben sie gar nicht, sondern sitzen ganz konzentriert in kleinen Gruppen beieinander und betätigen sich als kleine Baumeister.
„Das diesjährige Motto des Spielbusses lautet „Planen, Bauen, Staunen – der Spielbus auf ArchitekTour“, erklärt Rainer Geier vom Kreisjugendring. Zusammen mit Eva Pretscher und Sarah Galsterer betreut er zusammen mit rund 20 ehrenamtlichen Helferinnnen und Helfern die Landkreistour und die insgesamt zwölf Bastelstationen, die es in sich haben. „Fantasie und Geschick sind dabei gefragt“, so Geier, und zeigt seinen zum Tourauftakt erschienenen erwachsenen Gästen, was die Kinder bereits am Vortag alles zustande gebracht hatten.
Der Besuch besteht aus Elke Lades-Eckstein und Alfons Schneider vom KJR-Vorstand, Landrat Herbert Eckstein, und auch Schwanstettens Bürgermeister Robert Pfann ist mit von der Partie. Sie alle wollen sich vor Ort ein Bild machen von dem reichhaltigen Angebot des in knallbunten Farben angemalten Spielbusses, der mit geöffneter Ladefläche etwas abseits steht, und in dem sich unzählige Kreativmaterialen verbergen.
Zum Beispiel jede Menge Abflussrohre und Verbindungsstücke, wie sie in jedem Baumarkt erhältlich sind. Jedoch nicht für die Kanalisation, sondern für den Bau von Hütten werden sie von den Kindern genutzt. Nachdem die eigenwilligen Konstruktionen stehen, werden sie von den Kindern mit Decken überzogen, die mit Klammern befestigt werden. Ein bisschen erinnert die Unterkunft an Slum-Hütten, aber das ist durchaus beabsichtigt. „Wir verschweigen unseren Teilnehmern nicht, dass es auf der Welt Kinder gibt, die wirklich in so primitiven Häusern leben müssen“, erklärt Rainer Geier seinen Gästen den pädagogischen Aspekt der Station.
An anderer Stelle werden aus Wellpappe Häuser gebaut. Ein Mädchen befestigt gerade eine Regenrinne, bestehend aus einem Strohhalm, an ihrem Gebäude, und auch eine Regentonne darf nicht fehlen. Und das bei diesem schönen Wetter.
Eine Art „Ziegelei“ ist die nächste Station. Mit Hilfe von Formen und Gips werden hier kleine Bausteine „gegossen“, aus denen sich prima ein stabiles Steinhaus formen lässt. „Ui, da ist ja sogar ein Brunnen vor dem Haus“, freut sich Lades-Eckstein über ein ganz besonders gelungenes Bauwerk. Die Steine werden mit Holzleim zusammengeklebt, das Fundament besteht aus einer stabilen Holzplatte.
Auch die Freunde der Malerei kommen auf ihre Kosten. Nach einer Vorlage des amerikanischen Pop-Art-Künstlers James Rizzi, der in knallbunten Farben seine Heimatstadt New York verewigt hat, können die Kinder ihrerseits ihre Traumstadt malen.
Aber das ist noch lange nicht alles. Beim Spielbus kann man symmetrische Papierpyramiden bauen, Miniaturgärten anlegen, sich eine Holzranch zusammensägen oder sein Traumhaus aus Ytong basteln. Zwei Mädchen sind damit schon fertig, und Eckstein staunt über die stilisierte Solaranlage auf deren Dächern. „Sehr zeitgemäß!“
Noch bis zum 9. September tourt der Spielbus durch den Landkreis. Heute (Donnerstag) ist er beim TSV Rohr zu Gast, und die nächsten zwei Tage steht er in Röttenbach an der Schule, jeweils von 13 bis 17 Uhr. Sollte es regnen, auch kein Problem, die „ArchitekTour“ findet bei jedem Wetter statt. Die Organisatoren haben in allen angefahrenen Gemeinden auch an eine überdachte Ausweichfläche gedacht. Die genauen Termine findet man im Internet auf der Seite des Kreisjugendrings unter www.kjr-roth.de.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.