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„Die deutsche Wirtschaft verdankt es ihrer Industrie, dass sie weniger schwer von der Wirtschaftskrise betroffen war als ander Länder“, erklärte Dirk von Vopelius. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg präsentierte zusammen mit Nadja Fischer, der Referentin für Kita-Netzwerke der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, das Konzept des Bildungsprojekts. Umso schlimmer sei es demnach, dass kaufmännische Ausbildungen und Studiengänge beliebter sind denn je und kaum einer sich für ein Physik- oder Chemiestudium begeistern kann.
Um der späteren Technologiefeindlichkeit entgegenzuwirken, hat es sich die bundesweite Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ zur Aufgabe gemacht, in Kindertagesstätten das Interesse der Kinder an Naturwissenschaften zu wecken. „Kinder in diesem Alter sind wissbegierig und wollen die Welt begreifen- und die ganze Welt ist Naturwissenschaft“, erläutert Nadja Fischer den rund 70 Erziehern aus Roth und Schwabach. Nachdem nämlich Nürnberg, Ansbach und der dazugehörige Stadt- und Landkreis bereits an das Kita-Netzwerk angebunden sind, sollen der Landkreis Roth und Schwabach nun folgen.
In Workshops lernen die Erzieher dazu von ausgebildeten Trainern, wie sie naturwissenschaftliche Phänomene in passenden Situationen aufgreifen. „Wenn die Kinder selbst experimentieren dürfen, erwacht in ihnen automatisch der Forschergeist“, erläuterte Nadja Fischer.
Dass Roth und Schwabach am Projekt teilnehmen können, verdanken sie der IHK für Mittelfranken. Die finanziert den größten Teil der anfallenden Kosten für die Workshops, sodass für jeden Teilnehmer nur noch eine Gebühr von 15 Euro anfällt. „Wir waren sofort begeistert von dem Projekt, als die Stiftung auf uns zu kam“, erklärte IHK- Präsident Dirk von Vopelius die Beteiligung. „Wir sehen darin den richtigen Weg, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken “.
Pro Jahr finden in Roth zwei Workshops statt. Karin Dorsch-Beard von der IHK Mittelfranken, die das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ für Roth und Schwabach koordiniert, sieht dem ersten Workshop am 21. März im Sparkassengebäude mit Spannung entgegen: „Das Thema wird das Element Wasser sein und das Interesse der Erzieher, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, ist riesig“.
Dorsch-Beard hofft darauf, dass sich demnächt einige Kindertagesstätten in der Umgebung „Haus der kleinen Forscher“ nennen dürfen. Dazu muss mindestens einer der Erzieher an einen Workshop teilgenommen haben. Außerdem muss ein Experiment, das in der Kita gemacht wurde, schriftlich dokumentiert werden. Dann darf sich die Kindertagesstätte eine grüne „Haus der kleinen Forscher“- Tafel an die Tür hängen.
In Zukunft soll sich das Projekt nicht mehr nur auf Kitas beschränken. „Die durchweg positive Resonanz auf die bisherige Arbeit der Stiftung hat uns ermutigt, unser Projekt zu erweitern“, erklärte Nadja Fischer. Deshalb erarbeitet die Stiftung nun ein weiteres Konzept, um Grundschulkindern den Zugang zu Naturwissenschaften zu erleichtern. Vorerst will sie aber das Kita-Netzwerk weiter ausbauen. Dirk von Vopelius macht es deutlich:„Es ist unser Ziel, bald an jeder Kita „Haus der kleinen Forscher“ zu lesen.“

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.