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Mit seinen 15 Gruppen zählte er nicht unbedingt zu den größten seiner Art im Landkreis. Doch die karnevalistische Parade wusste durch Vielfalt zu bestechen. Zudem wurde beim Ausklang in der Schulturnhalle nach dem Zug noch kräftig weiter gefeiert.
Dies alles ließ die zu Beginn des Treibens doch eher leicht frostigen Temperaturen schnell vergessen. Während in freudiger Erwartung der durch die Straßen ziehenden Gruppen und Wagen der hiesige „Verein für Geselligkeit“ (VfG) vor dem Rathaus schon mal für Gaudi und Musik sorgte, mussten sich die Zuschauer entlang des Weges noch etwas gedulden.
Eine Gruppe eiserner Jogger schaffte es dann gerade noch, die Brücke in der Ortsmitte zu überqueren, bevor der Faschingszug sich dort vorbeischlängelte. In ihm gab es allerlei Figuren einträchtig versammelt zu entdecken, die wohl sonst nie zueinander gefunden hätten. Da tobte Eisbärin „Flocke“ mit ihrem weißgefellten Nachwuchs durch die Straßen, während eine stattliche Prinzessin mit Schnurrbart sich vergeblich von ihrem Froschkönig einen Kuss zu holen versuchte.
Ein Weltraumspaziergänger tauschte das All mit den Straßen von Georgensgmünd und ließ sich auch nicht von einem bedrohlich aussehenden maskierten Krieger neben sich irritieren. Doch sie marschierten alle unter göttlichem Segen, war doch auch ein waschechter Mönch alter Zeiten im Zug mit dabei. Dass er dabei mit Digitalkamera hantierte und ein Gespann mit lediglich gemalten Pferden hinterherlief, störte natürlich niemanden wirklich.
Die Klassiker der Faschingsverkleidung durften natürlich auch nicht fehlen — diesmal in Gestalt einiger Cowgirls, die einen Squaredance zelebrierten. Am besten gefiel der Jury des VfG eine Gruppe, die gepflegte Gastlichkeit pflegte — und das während des Zuges! Denn die Mitglieder hängten sich die Tische zur Bewirtung einfach um. Eine witzige Idee, die nicht nur in den Reihen des Vereins große Begeisterung entfachte. Die soll natürlich weitergetragen werden. Und so fuhr die „Nachwuchsköchin“ schon einmal im Kinderwagen mit.
Auf den zweiten Platz unter den besten Gruppen wählte die Jury die „Hot Brownies“ eine wilde Truppe dunkelhäutiger Savannenbewohner, die hoch vom Bambuswagen Leckereien in die Menge verteilten. Sie brachten nicht nur steigende Temperaturen für das Stimmungsthermometer aus einem wärmeren Teil der Erde mit, sondern hatten auch wertvolle Ernährungstipps für unsere Klimazone im Gepäck: „Don't eat yellow snow“ prangte es von der Rückseite ihres Gefährts — ein Bild verriet auch den Grund des Appells. Den dritten Rang sicherte sich eine Schar Ritter, die ihre Burg gleich mitgebracht hatte und natürlich nur aus Rittersbach stammen konnte.
In der Schulturnhalle angekommen, ging es dann für alle Beteiligten noch einmal richtig rund. Verschiedene Aufführungen standen auf dem Programm, und für das leibliche Wohl war natürlich auch bestens gesorgt. Für die Kinder gab es gleich am Eingang Schokolade, die Eltern machten sich über Kuchenbuffet und Bratwurstsemmeln her, während die „Batmänner“ und Piraten den Saal noch einmal aufmischten.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.