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Mit dem Zeugnis steht den Absolventen die Welt offen

Die Berufsschule Roth verabschiedete 151 Schüler in die Arbeitswelt - 21.07.2017 16:50 Uhr

Das Foto zeigt die 13 Staatspreisträger und die beiden Klassenbesten der Abschlussklassen zusammen mit Schulleiter Michael Greiner, den stellvertretenden Landrat Walter Schnell, Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich und Martin Eckmann von der IHK Nürnberg. © Foto: Robert Unterburger


"Wir schätzen die duale Ausbildung, weil die Zusammenarbeit mit den Betrieben sehr gut klappt", unterstrich Schulleiter Michael Greiner. "Ohne Abschluss keine Zukunft, jeder zweite Arbeitslose ist ohne Ausbildung." Sorge bereite, so Greiner, dass die Zahl der Ausbildungsabbrüche steige. Aber: "Wir haben 141 Schüler, die ihren Abschluss bestanden haben. Ihr habt die Basis gelegt für eine erfolgreiche berufliche Zukunft, die Türen stehen euch offen. Die Betriebe setzen auf euch, allerdings nicht in der Form, dass sie euch den roten Teppich ausrollen!"

In der Arbeitswelt müssten vielmehr Geben und Nehmen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. So entstehe eine Erfolgsspirale, von der alle profitieren. "An der Kundenzufriedenheit werdet ihr gemessen", erklärte Greiner, "dazu sind Geduld und Einfühlungsvermögen nötig."

Es lohne sich, die Ausbildung durchzuziehen. "Der Schulabschluss ist ein wichtiger Meilenstein für eine erfolgreiche Ausbildung." Greiner riet den Absolventen, die berufliche Weiterbildung zu nutzen. "Zufriedenheit im Leben ist dann gegeben, wenn man das aus sich gemacht hat, was in einem steckt."

Nicht bequem werden

Auch der stellvertretende Landrat Walter Schnell gratulierte allen Absolventen. Die Berufsschule sei dem Landkreis sehr wichtig, denn Schule und Bildung seien die Voraussetzung für den Wohlstand und für die wirtschaftliche Entwicklung.

"Heute ist ein Tag, an dem man dankbar und stolz sein kann", hob Walter Schnell hervor, "es ist gut, dass ihr euch erinnert an Menschen, die euch im Laufe des Lebens begleitet haben. Es waren die Ausbilder und Lehrer, die euch zu dem gemacht haben, was ihr heute seid." Es sei gut, dass es Menschen gebe, die weit mehr tun als das Notwendige.

Die Absolventen der Berufsschule würden gebraucht, so Schnell weiter. "Werdet nicht bequem, es gibt wirtschaftlich immer ein Auf und ein Ab", riet er den Entlassschülern. "Bleibt nicht stehen, übernehmt Verantwortung!" Die Gesellschaft brauche Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, sei es im Sportverein, in der Freiwilligen Feuerwehr oder in der Kirche.

Nun Freude am Beruf haben

Kreishandwerksmeister Hanno Dietrich erinnerte an den Challenge und verglich die Triathleten mit den Berufsschulabsolventen. Er nannte drei Pluspunkte der Berufsschüler: die praktische Ausbildung in einem Betrieb, die theoretische und praktische Ausbildung in der Berufsschule und die überbetriebliche Ausbildung in der dualen Handwerkskammer.

"Ihr habt durchgehalten und habt es geschafft." Wer es nicht geschafft hat, dürfe nicht aufgeben. "Es gibt die größten Aufstiegschancen in der handwerklichen Ausbildung", so Dietrich. "Jetzt heißt es: dranbleiben, Erfahrungen sammeln, mit Begierde lernen und auf den Kunden zugehen." Die Devise heiße: machen, kämpfen und Freude am Beruf haben.

Der Kreishandwerksmeister wies darauf hin, dass es in der Region Betriebe gebe, die zu Weltruf aufgestiegen seien. "Das Thema Integration von Flüchtlingen geht am besten im Handwerk", zeigte sich Dietrich überzeugt. "Wir haben starke Berufsverbände, die das Handwerk unterstützen", so Dietrich weiter, "wir sind nahe an der Schule und haben einen guten Kontakt zur Politik." Er wünsche sich, dass die jungen Leute ihre Ideen einbringen und ihre Kenntnisse in eine steile Karriere umsetzten.

"Sie haben heute allen Grund, diese Feierstunde zu genießen", wandte sich Martin Eckmann von der IHK Nürnberg an die Absolventen, "auf unsere Nachwuchskräfte ist Verlass." Die heutigen Absolventen seien bis zum Ende hoch motiviert gewesen. "Nun haben Sie die Befähigung, als Facharbeiter oder Geselle tätig zu sein", erklärte Eckmann, "seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst, Ihnen stehen alle Wege offen!" An 13 Absolventen verteilte Martin Eckmann die IHK-Prüfungszeugnisse.

Staatspreisträger

Maler und Lackierer: Philipp Heubusch aus Allersberg/Guggenmühle und Marcel Renner aus Weißenburg; Tischler: David Mauderer aus Freystadt und Felix Schöfberger aus Roth; Friseurin: Rebecca Dreitz aus Rednitzhembach und Natalie Hauselt aus Treuchtlingen; Berufskraftfahrer: Nico Groothedde aus Schwabach, Sandra Schmidt aus Pommelsbrunn und Jessica Seidl aus Nittenau; Kfz-Mechatroniker: Johannes Schmitt aus Pottenstein und Thomas Lang aus Röttenbach; Zerspanungsmechaniker: Florian Manneck aus Diebach und Jonas Ziegler aus Feuchtwangen. Staatspreisträger sind Absolventen, die mindestens die Note 1,5 oder besser erreicht haben.

Klassenbeste

Marco Pagel (Technischer Assistent für Informatik) aus Hilpoltstein und Richard Wormsbecher (Maschinen- und Anlagenführer) aus Schwabach. 

ROBERT UNTERBURGER

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