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Eine Schülerin des P-Seminars musste schon dran glauben. Sie spendete Blut, sozusagen als Versuchskaninchen, um sich selbst ein Bild davon zu machen. Der gesamte Ablauf der „Testspende“ wird am Blutspendetag als Powerpoint-Präsentation zu sehen sein. „Das soll die Angst vor der Erstspende nehmen und die Leute während der Wartezeit auf die Blutspende vorbereiten“, erklärt eine der Schülerinnen. „Blutspenden ist nicht schlimm, geht schnell und ist - ausgenommen eines kleinen Pieks - schmerzfrei, kann aber viel bewirken!“, mit diesen Worten werben die Jugendlichen auch auf ihrem Internetauftritt.
Ziel des Projektseminars, unter der Leitung von Robert Bindner, ist das Kennenlernen von Projektarbeit zur Berufsvorbereitung, das Verbessern von Teamfähigkeit und das Lernen von selbstständigem Arbeiten und Organisieren in der Gruppe. In erster Linie aber möchten die Teilnehmer des Seminars Menschen zum Blutspenden motivieren und neue „Erstspender“ für den Termin am 13. Oktober im Gymnasium Roth gewinnen.
Markus Dengler und Helga Mück-Knorr vom Roten Kreuz waren in ständigem Kontakt mit der Seminargruppe und begeistert von der „Selbstständigkeit der Schüler“. „Wir mussten nicht oft eingreifen“, erzählt Dengler.
Vor Beginn des Seminars war eine ausführliche „Checkliste“ abzuarbeiten: Zuerst mussten Informationen über den Ablauf und die Gestaltung eines Blutspendetermins eingeholt werden. Eine Schülerin musste bei einer „Testspende“ als Erstspenderin teilnehmen, die für das Seminar dokumentiert wurde.
Kosten mussten geschätzt und einkalkuliert werden. Um die Kosten für die Verpflegung am Blutspendetag und die Werbung für den Termin zu decken, wurden Sponsoren um Unterstützung gebeten.
Sogar ein eigenes Maskottchen, ein kleiner Vampir mit dem Schild „Bis(s) zur Blutspende“, wurde von den Schülern entwickelt. Ein eigener Werbeflyer der Jungen und Mädchen soll auf die Blutspendeaktion aufmerksam machen.
Der Flyer wird im Gymnasium, in der Berufsschule und in einigen Rother Geschäften verteilt. „Eigentlich sollte der Termin noch im vergangenen Schuljahr stattfinden, um die Abiturienten noch zu erwischen“, erklärt Markus Dengler, „aber wir stellten fest, dass die Planung doch mehr Zeit in Anspruch nahm.“ Nun ist der Termin auf den 13. Oktober gelegt worden. Die Organisatoren erwarten für diesen Tag etwa 100 Spender.
Die Schüler kümmern sich dann um die Versorgung der Spender und übernehmen die Aufgaben, die normalerweise die ehrenamtlichen Helfer erledigen. Die Schüler haben sich dafür etwas Besonderes ausgedacht. Es werden nicht, wie sonst üblich, Wurstsemmeln angeboten, sondern fünf der zwölf Seminarschüler werden für die Blutspender Chili con Carne und Ratatouille kochen.
Die Blutentnahme selbst wird ein Team des Blutspendedienstes übernehmen. Zusätzlich werden ein Arzt und erfahrene Hilfskräfte vor Ort sein.
Die 18-jährige Theresa Keller, die selbst Teil des Seminars ist, hat noch nie Blut gespendet, wird es aber wahrscheinlich am Termin in ihrer Schule tun. Sie beurteilt die Stimmung unter den Mitschülern im Seminar als „gut“, alles habe reibungslos geklappt.
Am Donnerstag, 13. Oktober, können alle über 18-Jährigen an der Blutspende teilnehmen. Von 14 bis 18 Uhr stehen die Türen des Gymnasiums in Roth offen.
Infos unter www.gymnasium-roth.de

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.