Sonntag, 18.11.2018

|

Nachtschwärmer kamen bei HIPlive voll und ganz auf ihre Kosten

Musikfestival lockte Scharen von Menschen in die Hilpoltsteiner Innenstadt — Erstmals Bühne am Stadtweiher als Location - 09.09.2018 17:07 Uhr

Nichts für Weicheier! Hinter der Burg gab die Ansbacher Formation „Black Pepper“ ein eindrucksvolles Gastspiel. Mit Heavy Metal, Rock, Rap und Rockklassikern aus den vergangenen vier Jahrzehnten. © Fotos: Tobias Tschapka


An sieben prägnanten Plätzen brachten acht Bands die Altstadt zum Brodeln. Und das Programm ließ in Sachen Abwechslung keine Wünsche offen: Von Irish Folk über Heavy Metal und Jazz bis hin zu ruhiger Singer-Songwriter-Musik erstreckte sich das Spektrum, sodass wohl jeder auf seine Kosten kam.

Im Herzen Hilpoltsteins, auf dem Marktplatz, ertönten Rockklassiker der vergangenen Jahrzehnte. Die Band Reloaded unterhielt mit bekannten Songs wie "A Kind Of Magic" von Queen oder "Sleepin In My Car" von Roxette. Wer Letzteres wörtlich nehmen wollte, der musste allerdings ein bisschen laufen, denn natürlich war die gesamte Innenstadt für Autos gesperrt.

"Shooting Star"

Die Straße gehörte den Nachtschwärmern, die fleißig von einer Location zur nächsten pilgerten. Erstmals war auch die Seebühne am Stadtweiher einer der Schauplätze. Die Musikschule Hilpoltstein, die heuer 50. Geburtstag feiert, hatte dort Stellung bezogen und die Schüler präsentierten vor der Kulisse der tiefschwarzen Wasseroberfläche Stücke aus ihrem Musical "Shooting Star", das die Schüler anlässlich dieses Jubiläums einstudiert und schon einige Male aufgeführt hatten. Da das Set der Musikschüler nicht allzu lang war, gab es dieses zweimal zu hören – einmal um 20 und einmal um 22 Uhr.

Die Lokalmatadoren „Hip da Banda“ und die oberpfälzer „Blecherne Sait’n“ spielten im Biergarten des Gasthauses „Schwarzes Roß“ auf.


Freunde entspannter Jazz-Musik kamen am Döderleinsturm auf ihre Kosten, denn dort ließ es sich zu den Klängen der Formation "Jazz Me Up" hervorragend relaxen, die hochwertige Gitarrensoli und andere Improvisationen spielte. Ein zünftiges Kontrastprogramm gab es hingegen im lauschigen Biergarten des Gasthauses "Schwarzes Roß", wo man sich beeilen musste, einen Sitzplatz zu ergattern. An diesem beliebten Veranstaltungsort wechselten sich die beiden Formationen Hip da Banda und Blecherne Sait’n mit ihren Darbietungen ab. Die einen mit kraftvoller Blasmusik, die dem Publikum auch modernere Stücke um die Ohren bliesen, und die mit der anderen Band, einem der Oberpfalz stammenden Trio mit Zither, Gitarre und Tuba, eine perfekte Harmonie bildete. Die Blecherne Sait’n hatten kurzweilige Couplets mitgebracht, die in hintersinniger und lustiger Weise das oberpfälzer Leben aufs Korn nahmen.

Auch im Café Grimm war es angesichts des Andrangs schwer, einen Platz zu bekommen. Dort wechselte sich die junge Liedermacherin Isabelle Brenner mit dem Balladen-Duo "November" ab, die im vergangenen Jahr noch im Residenzhof gespielt hatten.

Musik von der Grünen Insel bot die irische Band „Jack’s Heroes“ im Hof der Hilpoltsteiner Residenz. Die fröhlichen Iren hatten bald das Publikum auf ihrer Seite und ein paar Meter weiter gab es stilecht „Irish Stew“. Festivalfan, was willst Du mehr? Ein rundum gelungener Abend unter sternenklarem Himmel.


Dort herrschte diesmal irischer Frohsinn, den die Band "Jack’s Heroes" verbreitete. Da blieb kein Fuß still, als die vier Musiker mit diversen Saiteninstrumenten, Percussion und der für die Irish Pub Musik so typischen Tin Whistle loslegten. Passend dazu gab es über offenem Feuer gekochtes "Irish Stew", ein traditionelles Eintopfgericht von der Grünen Insel.

Gut gewürzt ging es auch auf der Burg zu, denn nur zwei Wochen nach dem Festival "Rock hinter der Burg" gab es dank der Ansbacher Formation Black Pepper schon wieder Rock hinter der Burg. Am Anfang war auf dem Burganger noch wenig los, aber je später der Abend wurde, desto mehr füllten sich die Biertische am Burganger, während auf der Bühne eine pfeffrige Mischung aus Heavy Metal mit Rap-Einlagen und diversen Rockklassikern der vergangen 40 Jahre geboten wurde.

Und während es in der Innenstadt langsam wieder ruhig wurde, war das Wahrzeichen Hilpoltsteins ein guter Ort, um das "HIPlive"-Festival unterm Sternenhimmel langsam ausklingen zu lassen.

  

TOBIAS TSCHAPKA

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Hilpoltstein