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Die wandernde Zeitreise in die Geschichte der Kelten soll damit noch attraktiver werden. Dieses Ziel von Heimat- und Verschönerungsverein Laibstadt, dem Arbeitskreis Heimatkundliche Sammlung und dem Heimat- und Verkehrsverein Heideck unterstützt jetzt auch die Stadt Heideck und will mit einem Antrag Geld aus dem EU-Fördertopf von Leader+ lockermachen. Bei der jüngsten Stadtratssitzung stimmten alle Räte dafür, das 20000-Euro-Projekt auf den Weg zu bringen.
Was soll passieren? Eva Schultheiß von der Heimatkundlichen Sammlung Heideck stellte dem Gremium die Pläne für das Aufpeppen des 20 Jahre alten Weges vor: Neben der viereckigen Schanze südlich von Laibstadt, die vor 20 Jahren durch puren Zufall beim Ausheben einer Güllegrube entdeckt worden war, soll ein Aussichtshügel aufgeschüttet werden, damit das historische Denkmal besser von oben betrachtet werden kann. Bänke und Tische sollen die historisch interessierten Wanderer dann zum Rasten einladen, außerdem seien drei bis vier Parkplätze vorgesehen.
Die sechs Informationstafeln entlang des zehn Kilometer langen Weges von und bis Laibstadt bedürfen außerdem der Aktualisierung — nicht nur wegen der inzwischen widerlegten These der „Kultstätte“ mit Tempel und Opferschacht, wie eine geophysikalische Messung der Erdmagnetik ergeben hat, sondern auch schlicht ihres Alters wegen. Nach 20 Jahren seien die Tafeln auch aus touristischer Sicht erneuerungsbedürftig, wurde bei der Sitzung deutlich.
Bisher sei die Viereckschanze in der landschaftlich reizvollen Lage relativ gut erhalten, berichtete Eva Schultheiß, aber der Pächter des Grundstücks (Eigentümer ist die Stadt Heideck) möge die Wiese, die das Denkmal bedeckt, „behutsam“ und „schonend“ nutzen. Denn die immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Geräte hätten bereits zentimetertiefe Fahrspuren im Boden hinterlassen, erläuterte Schultheiß. Bürgermeister Ottmar Brunner konnte Entwarnung geben: Eine Vereinbarung mit dem Pächter sei bereits getroffen.
Umgesetzt werden sollen die Pläne noch in diesem Jahr, wünschen sich die Vereine. Sie selbst sind mit Arbeitszeit (Heimatverein Laibstadt) oder mit Geld (Heimatverein mit 3000 Euro, Heimatkundliche Sammlung mit 1000 Euro) beteiligt. Von Leader+ werden 8400 Euro beantragt, der Landkreis will das Projekt mit 2300 Euro unterstützen und die Stadt Heideck schießt knapp 5300 Euro zu.
Am schönsten wäre natürlich, regte Stadtrat Dieter Knedlik (FW) noch an, wenn die Hinweisschilder am Weg zum Schluss Richtung Gastronomie in der Altstadt weisen würden. Damit komme das Projekt im Rahmen der „Zeitreise Jura“ dann auch seinen touristischen Zielen bestens nach.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.