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Prämiertes Holz-Xylophon und superschöner Traktor

Firmen aus dem Landkreis auf der Spielwarenmesse mit Resonanz zufrieden - 06.02.2012 14:09 Uhr

Lena-Geschäftsführer Joachim Söhn und der neue „superschöne Traktor“ des Eckersmühlener Spielzeug-Unternehmens.

Lena-Geschäftsführer Joachim Söhn und der neue „superschöne Traktor“ des Eckersmühlener Spielzeug-Unternehmens.


Das Großhandelsunternehmen „Iden“ aus Roth und das Musikinstrumentehaus „Goldon“ aus Hilpoltstein setzen beide auf neue Standkonzepte. Bei den Rothern ist es ebenso moderner und übersichtlicher geworden wie bei „Goldon“. „Wir wollten zeigen, dass sich unser Unternehmen entwickelt“, sagt Goldon-Chef Jürgen Koller, der sich nicht nur über seinen attraktiven Messe-Auftritt freuen kann. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat im Dezember eines seiner Xylophone getestet und mit „sehr gut“ bewertet. Dabei wurden nicht nur die Qualität des Holzes und dessen Verarbeitung gewürdigt. „Wir produzieren es mit 100 Prozent Öko-Strom“, versichert Koller.

Video-Player für Kinder

„Iden“ hat seine Schwerpunkte in diesem Jahr in den Trendartikeln mit Motiven des lila Einhorns „Filly“ und dem SciFi-Klassiker „Star Wars“ gesetzt. Sehr gut laufe auch der Video-Player für Kinder, sagt Geschäftsführer Karl Krug. Im vergangenen Jahr hatte er über einen „ToyAward“ gejubelt. Ein Spieleset für Hobby-Agenten war ausgezeichnet worden. Doch das Produkt habe sich auf dem deutschen Markt nicht durchgesetzt, bilanziert Krug.

„Es läuft gut, wir sind zufrieden.“ So beschreibt Geschäftsführer Joachim Söhn die Lage der Eckersmühlener Firma „Lena“. 2011 sei ein gutes Jahr für sein Unternehmen gewesen. „Auch 2012 sieht vielversprechend aus“, fügt er hinzu. Das „kleine Umsatzplus“ habe 2011 auch zu neuen Arbeitsplätzen geführt. Man habe von 40 auf 44 Beschäftigte aufgestockt, so Söhn. Der Renner im laufenden Jahr könnte für ihn ein neuer Traktor werden. „Er ist superschön“, schwärmt der Kaufmann. Neben neuen Produktentwicklungen hat „Lena“ im vergangenen Jahr auch das Zertifizierungsverfahren nach der Europäischen Norm abgeschlossen. „Viele Prozesse sind dabei optimiert worden“, ist Söhn überzeugt.

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Einst war Nürnberg bekannt für zahlreiche Spielzeughersteller - mittlerweile ist die Zahl allerdings geschrumpft. Doch trotzdem gibt es noch viele Firmen, die mit Puppe, Teddy & Co. im Kinderzimmer vertreten sind.


Premium ClassiXXS aus Wendelstein verdient sein Geld mit Modellautos verschiedener Maßstäbe. „Kein Spielzeug, sondern ausschließlich für Sammler“, sagt Florian Blau, einer der Planer aus Wendelstein. Produziert werden die Mini-Träume auf vier Rädern in China. Vor fünf Jahren seien die Geschäfte noch besser gelaufen, sagt Blau, aber man sei auch mit der Resonanz in diesem Jahr „sehr zufrieden“. Das Wendelsteiner Unternehmen hat sich zwar auf Automodelle des großen Markts wie VW und Opel spezialisiert. Die beiden neuen Produkte zur Messe aber stammen im Original vom deutschen Eliteautobauer. Der Mercedes SLS Roadster und der Mercedes 300 SL im Maßstab 1:12 sollen die Sammler locken.

Die Firma Bringmann produziert in Wendelstein mit 200 Mitarbeitern Bastel-, Schreib- und Papierwaren. Bei dem Familienunternehmen sieht man im Fernen und Mittleren Osten den größten Wachstumsmarkt der Zukunft. Im Osten Europas läuft es jetzt schon sehr gut. Auch aus Nordafrika erhofft man sich nach den dortigen Revolutionen mehr Nachfrage. „Libyer, Tunesier, Marokkaner, Araber, Japaner, Türken. Alle waren hier bei uns“, sagt Export-Verantwortliche Jutta Quanda. Für ihren Kollegen Michael Köhl gibt es für mehr Umsatz im laufenden Jahr allerdings einen Hemmschuh. „Die hohe Arbeitslosigkeit in Südeuropa.“

Die meiste Erfahrung mit dem Verlauf der Spielwarenmesse hat der Schwabacher Firmenchef Henry Forde. „Seit 44 Jahren bin ich auf der Messe“, sagt er und erinnert an die 1980er Jahre. „Da gab es Messen mit 1,5 Millionen Mark an Aufträgen“, sagt der 62-Jährige. „Heute ist es für mich ausschließlich Werbung und ich bin froh, wenn ich die Kosten decke“, sagt er. Sinnvoll ist der Messeauftritt für ihn dennoch. Insbesondere die ausländische Kundschaft schaue vorbei, informiere sich und bestelle dann nach der Messe. Schließlich kann er auch neue Produkte vorweisen. „Glubschi“ heißen die Frösche und Hunde mit den großen Kulleraugen, die bei den Besuchern besonders gut ankommen. 

ROBERT SCHMITT

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