Sonntag, 18.11.2018

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Pyraser "Kinderlachen": So viele Besucher wie noch nie

Tausende auf dem Brauereigelände — Schatzsuche und Streichelzoo — Spende für "Clownprojekt" - 28.08.2017 15:46 Uhr

In Pyras wuselte es am Sonntag nur so vor Kindern. Kein Wunder, schließlich stand das beliebte „Kinderlachen“ auf dem Programm. Hier basteln sie an einer „Brio“-Holzeisenbahn, um einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde einzuheimsen.


Einmal fest drücken. Seit acht Jahren engagiert sich das „Clownprojekt“ für Kinder. Dafür spendete Brauerei-Chefin Marlies Bernreuther 10 000 Euro. © Fotos: un


Bei herrlichem Sommerwetter wurde die 17. Ausgabe des "Kinderlachens" ein voller Erfolg. Das "Kinderlachen" ist eine Erfindung und das Lieblingsfest von Marlies Bernreuther. Die Brauerei-Chefin hat es in ihrem ersten Jahr als leitende Pyraser Mitarbeiterin — damals noch an der Seite ihres Vaters Georg Bernreuther — ins Leben gerufen. Es war ein Volltreffer, wie sich schnell herausstellte. Seitdem ist das Kinder- und Familienfest ein Magnet für viele junge Familien aus der ganzen Region.

Im Vorfeld hatten die Organisatoren 1300 Schatzkisten von Hand gepackt. Schon nach zwei Stunden musste man melden: "Schatzkisten ausverkauft!" Ein Zeichen, dass Jahr für Jahr die Zahl der Besucher steigt. Doch keine Angst, man konnte auch ohne Schatzkiste mitmachen und es tat dem Vergnügen des Schatzsuchens keinen Abbruch.

Um 11 Uhr starteten die Ersten zur Schatzsuche, am späten Nachmittag konnten die letzten kleinen Abenteurer aufbrechen. Die Schatzsuche bestand aus einer Rundwanderung um das Anwesen. Der Weg führte dann bis zur Brauerei am Ortsrand. Dort wartete schon die Fee an der Waldquelle. Die Kleinen mussten einen Parcours mit neun Stationen durchlaufen. Gefragt waren Geschicklichkeit, Geduld und Stehvermögen.

Im großen Innenbereich des Gutshofes war am meisten los. Bei hochsommerlichen Temperaturen konnten sich die Kinder in der Hüpfburg austoben. Sie konnten das Stelzenlaufen ausprobieren, das Bierkasten-Labyrinth durchschreiten, vielfältige Spielsachen auf der Wiese und im Sandkasten nutzen. Das Spielmobil lud zum Toben ein.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Hilpoltstein, die Polizei und das Technische Hilfswerk waren wieder präsent und informierten die Kinder über ihre Aufgaben. An den einzelnen Stationen wartete Papier zum Ausmalen und zum kreativen Arbeiten.

Seit 2016 ist das Brio-Kinderland Teil des "Kinderlachens". Die traditionelle Holzeisenbahn ist ein Spielzeug-Klassiker, der in diesem Jahr zum drei Kilometer langen Rekord-Rundkurs aufgebaut wurde. Ein Team von 20 Helfern der Hochschulgruppe "VWI Erlangen", bestehend aus angehenden Wirtschaftsingenieurinnen und -ingenieuren, organisierte den reibungslosen Ablauf.

Hinter dem Gebäudetrakt wartete ein Streichelzoo mit Hasen und Kaninchen. Die Käfige waren ständig umringt von Kindern, die die Hasen unbedingt streicheln wollten und den Körperkontakt mit den Tieren suchten. Gleich daneben lud eine Pferdekutsche zu einer gemütlichen Rundfahrt ein.

Für das leibliche Wohl der Gäste war bestens gesorgt. Lange Warteschlangen vor der Ausgabestelle der "Pyraser Taler" zeigten, wie begehrt diese "Währung" ist. Für die musikalische Unterhaltung sorgten "Die Bubbles", ein Kinder-Musik-Duo aus Schwabach, mit selbst geschriebenen Liedern sowie ein Musiktheater.

Marlies Bernreuther ist auch sozial engagiert. Sie überreichte einen Scheck in Höhe von 10 000 Euro an das sogenannte "Clownprojekt". Clown Anja Rösli, eine gebürtige Schweizerin, und "Pucchino", ein Clown aus Fürth, sowie Anja Richardson vom "Clownprojekt" nahmen die großzügige Spende erfreut entgegen. "Seit 1999 spielen wir, die Clowns des gemeinnützigen Vereins, mit Herz und Fingerspitzengefühl für Kinder und Jugendliche in fränkischen Krankenhäusern, denn Humor hilft heilen", erzählte Anja Richardson im Gespräch mit der Hilpoltsteiner Zeitung.

Jede Woche sind die Clowns jeweils zu zweit im Klinikum Nürnberg Süd, im Klinikum Fürth und in der Universitätsklinik Erlangen unterwegs und besuchen sowohl Kinder, die nur für kurze Zeit stationär aufgenommen wurden, als auch schwer kranke Landzeitpatienten. Es wird kein einstudiertes Programm abgespult, sondern frei improvisiert. "Die Kinder können durch das Spiel der Clowns ihre Ängste, ihre Schmerzen und ihr Heimweh vergessen und dürfen eintauchen in eine fröhliche, naive, bunte und fantastische Clownswelt", erklärte Richardson, "unsere Clowns sind alles ausgebildete Künstler, die ehrenamtlich unterwegs sind". Und: "Die Pyraser Brauerei ist unser größter Spender."

  

ROBERT UNTERBURGER

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