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Die engagierte Künstlergruppe existiert dennoch weiter und ist sogar gewachsen. Gemeinsam hat man Ausstellungen und Workshops besucht und gearbeitet. Zwischen 22 und 76 Jahre sind die Mitglieder der Gruppe alt und sie „hat auch weiterhin Bestand, egal, was mit dem Pfarrhaus passiert“. Davon ist Helmut Maluche überzeugt.
„Noch-Hausherr“ Pfarrer Thomas Lorenz zog an diesem Tag mit dem Namen Maria Lichtmess, der auch Darstellung des Herrn heißt, einen Vergleich. Damals war der Sohn Gottes im Tempel der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Auch hier im Pfarrhaus werde etwas der Öffentlichkeit präsentiert. Er dankte den Beteiligten und lobte deren Mut zu diesem Schritt.
Dekanin Ingrid Gottwald-Weber zeigte sich von der Geschichte dieses Anwesens tief berührt und erzählte das Gleichnis von den zwei Wasserträgern. Einer musste mit erschwerten Bedingungen kämpfen, denn sein Eimer war undicht. Aber entlang seines Weges waren deshalb Blumen gewachsen. Oft werde eben Neues dadurch geschaffen, wenn der Weg nicht einfach ist. Es gebe Verhandlungen, „dass dieses Haus mit Leben erfüllt bleibt.“
Landrat Herbert Eckstein war besonders von den Rothsee-Bildern angetan. Er dankte allen, die dieses Pfarrhaus mit Leben erfüllen. Entscheidend für eine solche Ausstellung sei, dass man sich traut. In Anspielung auf die Klöppelvorführungen stellte er fest, dass diese fast vergessene Kunst gerade jetzt in Abenberg wieder eine neue Blüte erlebe. Mit „Kompliment für Ihr Durchhalten“ schloss er seine Rede.
Bürgermeister Georg Küttinger zollte Respekt all denen, die „Kraft, Zeit, Mut und Gedanken“ in diese Ausstellung eingebracht hatten. Das sei eine „riesengroße Leistung“. Jedes Mal habe diese Ausstellung ein anderes Gesicht und zeige die Entwicklung der Einzelnen.
Bezirksrat Ernst Schuster überbrachte die Grüße des mittelfränkischen Bezirkstags. Er war erstaunt über die Vielzahl der Künstler aus Offenbau. Bereitschaft, oft auch Überwindung seien erforderlich, um seine Kunst zu präsentieren. „Lassen Sie sich nicht beirren, machen Sie weiter“, war sein Rat.
Zu den Klängen einer Live-Band mit eigenen Blues- und Boogie-Kompositionen war nun ausgiebig Gelegenheit, auch bei Kaffee und Kuchen, die Exponate zu betrachten und die Fingerfertigkeit der Klöpplerinnen zu bestaunen.
„Mann im Mond auf Abwegen“ heißt beispielsweise ein in Acryl und Gips erstelltes Werk von Evelyn Keil. Acryl, Kohle und Sand sind die Materialien, aus denen Lydia Keim Bilder wie „Patience“ oder „Spaziergang im Paradies“ angefertigt hat. Andrea Kramer bevorzugt weiches Papier und hartes Metall, um „Dreiecke“ zu schaffen. In Fotostrecken wie „Bio-Fotovoltaik“ und Porträtaufnahmen zeigte Dieter Leitner seine Kunst. Mit Acrylfarbe, Sand, Kohle, Verbandmull und anderen Materialien hat Helmut Maluche eine große Anzahl farbintensiver Exponate erstellt. In Acryl- und Aquarelltechnik sind „Sommerwald“ und andere Titel von Christa Mederer dargestellt.
Julia Müller zeigte in „Power of Love“, welche Möglichkeiten Erdmalerei eröffnet. Acrylfarbe, Sand und Kreide hat Andrea Pfitzinger als Ausgangsmaterialien etwa für das Bild „Arche“ gewählt, während Else Schlirf für „Das Egal-Gesicht“ die Monotypie-Technik bevorzugt hat. Putzige Mäuse und Pferde aus Stoff sind die Spezialität von Sabine Schneider. Skulpturen wie „Löwe“ und „Kugel in der Kugel“ hat Dorian Sie aus Sand- und Kalkstein kunstvoll herausgearbeitet. Karl Stromberger hat „Unser Dorf“ in Aquarelltechnik porträtiert.
Da Tonarbeiten (noch) nicht in Offenbau vertreten sind, hatte man die Allersbergerin Gabi Schmidt als Gastkünstlerin eingeladen, die mit ihrer Ton-Raku-Art die Ausstellung mit Stelen, Raben, Fischen und anderem Getier bereicherte.

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