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Rotary lässt Kinderaugen strahlen

Erlös aus Benefizkonzert in der Rother Kufa geht an Aids- und Kriegswaisenhaus - 26.01.2016 18:20 Uhr

Ein riesiger Erfolg: das Benefizkonzert des Rother Rotary Clubs mit den „Franconian Harmonists“ in der Rother Kulturfabrik. Der Erlös geht an soziale Projekte; dieses Mal zum Großteil nach Kenia.

Ein riesiger Erfolg: das Benefizkonzert des Rother Rotary Clubs mit den „Franconian Harmonists“ in der Rother Kulturfabrik. Der Erlös geht an soziale Projekte; dieses Mal zum Großteil nach Kenia. © Foto: Tobias Tschapka


Erneut war das Haus nahezu ausverkauft, was nicht nur den amtierenden Rotary-Präsidenten Patrick Shaw freute, wie er in seiner Begrüßung deutlich machte, sondern mit Sicherheit auch die Organisationen, denen der Erlös des Abends zugute kommt. Rund 430 Besucher waren in die Kulturfabrik gekommen, macht nach Abzug der Unkosten eine Spendensumme von rund 8500 Euro für verschiedene Zwecke.

Nachdem die Einnahmen des Konzerts im vergangenen Jahr zusammen mit den Erlösen der Rotary Auto- und Zweiradschau „Rund ums Rad“ vier Jugendkulturprojekten an vier Schulen im Landkreis Roth zugutekamen, sei der Fokus diesmal wieder internationaler, erklärte Shaw. Angesichts der großen Ungleichheit und der humanitären Krisen weltweit sei der Blick über den Tellerrand hinaus heute aktuell wie nie. Nicht zuletzt die derzeitige Flüchtlingskrise würde dies zeigen, die laut Shaw letztlich nur durch die Bekämpfung der Fluchtursachen und das Schaffen menschenwürdiger Lebensbedingungen überall auf der Welt zu lösen sei.

Der Rotary Club Roth wolle daher weiterhin ein Aids- und Kriegswaisenhaus der Dominikaner-Schwestern im kenianischen Thika unterstützen und zusammen mit vielen weiteren nordbayerischen und thüringischen Rotary Clubs ein technisches und landwirtschaftliches Ausbildungszentrum weiter aufbauen. Mehr als 100 Waisenkinder und -jugendliche würden dort zu Schlossern, Zimmerern, Elektrikern, Landwirten und Friseuren ausgebildet, damit sie in ihrer Heimat einer Perspektive und Zukunft haben. Da das Ausbildungszentrum einen sehr großen Einzugsbereich habe, werde dringend ein Schulbus benötigt. Hierfür sei ein großer Teil der Einnahmen der Veranstaltung gedacht.

Aber auch lokale Initiativen erhielten Unterstützung, so zum Beispiel die Frühstücksbetreuung am Rother Förderzentrum und die Asylpraxis der Zentralen Aufnahmeeinrichtung in der Otto-Lilienthal-Kaserne. „Darüber hinaus fördern wir junge Musiktalente aus dem Rother Landkreis und der Stadt Schwabach, begleiten die berufliche Orientierung von Jugendlichen und fördern die Völkerverständigung durch weltweite Austauschprogramme“, zählte der Rotary-Präsident weiter auf.

All diese finanziellen Hilfen wären aber nicht möglich, wenn heute nicht so viele Freunde aus ganz Mittelfranken, die Mitglieder der benachbarten Lions- und Zonta-Clubs sowie jede Menge weitere Förderer und interessierte Bürger gekommen wären, um die nun folgende Musik zu genießen und so mit ihren Eintrittsgeldern die Rotary-Projekte zu unterstützen. „Um das Angenehme mit dem Guten zu verbinden, haben wir heute die aus den Nürnberger Raum stammende Gruppe ‚Franconian Harmonists‘ eingeladen, die Sie in das Goldene Zeitalter der 1920er Jahre entführen will“, gab Shaw die Bühne frei für das fränkische Männersextett samt begleitender Pianistin.

Sie präsentierten vor allem Stücke der „Comedian Harmonists“. Die Thema Liebe und Treue, aber auch alles andere, was zur Beziehung von Mann und Frau gehört, zog sich wie ein roter Faden durch das Programm, und das natürlich auf äußerst beschwingte Art und Weise. Natürlich gab es dabei auch ein Wiederhören mit dem berühmten „kleinen grünen Kaktus“.

Nach dem kurzweiligen Konzertereignis konnten sich die Besucher im Foyer bei einem Buffet noch lange austauschen. Die „Franconian Harmonists“ ließen sich nach ihren beiden Zugaben auf der Bühne auch nicht lange bitten und sangen im Eingangsbereich ein weiteres Lied a cappella. Und da sich das Ensemble vor allem der Liebe gewidmet hatte, gab es vom Rotary-Präsidenten Patrick Shaw zum Abschied noch für jeden Musiker eine Flasche „Pyraser Herzblut“. 

TOBIAS TSCHAPKA

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