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Mittwoch, 19.09.2018

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Rother Fußballer freuen sich auf die Club-Idole

Bezirksliga-Fußballer der TSG empfangen am Donnerstag 1. FC Nürnberg - 04.09.2018 16:47 Uhr

Das Losglück bescherte TSG-Abteilungsleiter Mathias Hofmann und seinem Team ein Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Bislang trat der Club (in Rot) nur einmal am Ostring an, verlor das Testspiel im Jahr 2014 aber 1:2 gegen den FC Ingolstadt (im Bild). Um seine Bilanz am Ostring aufzubessern, will der Erstligist am Donnerstag, 18 Uhr, in beinahe voller Stärke auflaufen. © Salvatore Giurdanella


Vor wenigen Tagen planschten die Spieler des 1. FC Nürnberg im Rothsee, offensichtlich hat es ihnen hier so gut gefallen, dass der Club schon wieder den Bus nach Süden nimmt: Am Donnerstagabend ist am Rother Ostring Bundesliga angesagt, der Ewig Ruhmreiche tritt gegen die TSG Roth an – dort hätte man nichts dagegen, würde sich der Club noch einmal nass machen.

Der vergangene Donnerstag hatte es für Mathias Hofmann, den Abteilungsleiter der TSG Roth, in sich: Man bekommt nicht alle Tage die Nachricht, dass in einer Woche ein Erstligist zum Testspiel vorbeischaut. "Ich habe mich natürlich riesig gefreut", sagt Hofmann – dann kam der Gedanke, das Großereignis in kürzester Zeit auch vorbereiten zu müssen.

Aber freilich überwiegt die Freude deutlich, auch bei der Mannschaft der TSG, die seitdem für das sportliche Treffen mit den Fußball-Vorbildern aus Nürnberg brennt. Schließlich kommt der Club nicht mit irgendwem: Wegen der Länderspielpause werden zwar Nationalspieler wie Edgar Salli, Ondrej Petrak oder Eduard Löwen (U 21) fehlen, doch ansonsten soll der Club am Ostring mit dem A-Kader inklusive der am Wochenende vorgestellten Neuzugänge Virgil Misidjan und Matheus Pereira antreten. Die könnten sich auf den Außenbahnen dann mit Philipp Ludwig oder Vlad Prigoana messen.

Eine Ehre für das Team

TSG-Trainer Taner Koc sehe das Spiel als Ehre für seine jungen Spieler, so Hofmann; als Gelegenheit, sich selbst und die eigene Qualität zu zeigen, aber auch um sich zu messen, um zu sehen, wie weit der Bundesligist dem Bezirksligisten voraus ist.

"Ein schmutziges 1:0" ist Hofmanns Traumergebnis, augenzwinkernd. In der Bezirksliga gilt die TSG als spielstark oder gar spielstärker, manche Gegner spekulieren auf dieses Ergebnis, diesmal sind die Rollen vertauscht. Hoffnung gibt, dass der Sportpark für die Club-Elf kein gutes Pflaster ist, 1:2 verlor sie bei ihrem Auftritt im Juli 2014 gegen den FC Ingolstadt.

Beide Zweitligisten trugen in Roth ein Testspiel aus, damals duellierten sich auch die Nürnberger Keeper Patrick Rakovsky und Raphael Schäfer, kassierten aber beide einen Gegentreffer. So hat der Club noch nie am Ostring gewonnen, allerdings war er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder in Roth – und siegte auch mal deutlich, mit 15 Toren (1961).

Hoffen auf Traumkulisse

Hofmann hatte das Spiel bei einer Verlosung für seinen Verein gesichert – Bayerischer Fußballverband und Nürnberger Versicherung hatten das "Traumspiel" als Preis ausgelobt. Auf diese Weise hatte schon der TSV Meckenhausen den FCN im vergangenen Oktober an Land gezogen, nun hatte auch Hofmann Glück.

Knapp 1500 Zuschauer wollten damals den Club beim Kreisligisten sehen, 2600 Zuschauer waren es 2014 gegen Ingolstadt. Eine tolle Kulisse, die sich die TSG auch am Donnerstag wünscht – gerne dürfen es auch mehr Fans sein.

Bis dahin wartet einiges an Arbeit auf Hofmann, sofort nach dem Anruf am Donnerstag verschob er seine Termine und machte sich ans Organisieren. Der Zeitplan ist nicht nur wegen Urlaubs- und Anstoßzeit (18 Uhr) sehr sportlich. Die Rother sind Großveranstaltungen zwar gewohnt, erst im Juli richtete die TSG den Meistercup aus, meist ist die Vorlaufzeit aber deutlich länger.

Hofmann ist sich aber sicher, alles hinzukriegen – einem schönen Abendspiel steht nichts im Wege. Ein besonderes Schmankerl ist ebenfalls geplant: Heiner Müller soll zum Anstoß antreten. Die Rother Club-Legende, Meister ‘61 und Pokalsieger ‘62, ist Mitglied und ehemaliger Spieler beider Vereine, Sohn und Enkel spielten bei TSV und TSG.

So gibt's die Karten

Anpfiff der Partie der TSG Roth gegen den 1. FC Nürnberg ist am morgigen Donnerstag, 6. September, 18 Uhr. Karten gibt es zu den Öffnungszeiten im Restaurant Waldblick im Leoni-Sportpark (11 bis 23 Uhr). Der Stehplatz kostet zwölf Euro, ermäßigt und für Kinder und Jugendliche acht Euro. Restkarten an der Abendkasse. Darüber hinaus bietet die TSG ein VIP-Ticket an.

Darin enthalten ist ein Sitzplatz, der Clou ist aber das ebenfalls enthaltene Buffet nach dem Spiel (bis 22 Uhr) im Restaurant, an dem auch die beiden Teams teilnehmen werden – so nahe wird man den Club-Spielern wohl selten kommen. Von diesen VIP-Tickets gibt es nur 150 Stück, sie sind bis Donnerstag, 12 Uhr, per E-Mail an fussball@tsg08-roth.de zu reservieren. Die Karten werden dann an der Abendkasse hinterlegt, eine kostet 50 Euro. 

bga E-Mail

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