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Routiniert, aber nie abgedroschen

Die Jazz-Band „Collegium Dixicum“ feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag - 22.01.2011

"Collegium Dixicum" besteht seit fünf Jahrzehnten. © oh


Im Herbst 1961, als der gute alte Dixieland fröhliche Urständ feierte — es war die Zeit des Dixieland-Revival — formierte sich die Band mit dem etwas akademisch klingenden Namen im Jazz Studio Nürnberg. Als musikalische Vorbilder sind unter anderem zu nennen: die Dutch Swing College Band, Eddie Condon, Louis Armstrong und später die englische Band „Kenny Ball And His Jazzmen“. Vor allem diese Gruppe beeinflusste in den Folgejahren maßgeblich den Stil der Band.

Von den Gründern um den Trompeter Günther Müller ist nur noch der jetzige Bandleader und Drummer der Band, Max Rüttinger, übriggeblieben. Rüttinger, der in Wallesau bei Roth lebt, erprobte mit 17 das alte Schlagzeug seines Vaters – das Jazz Studio Nürnberg tat sein übriges dazu und so war der „Self-made-drummer“ 1961 mit Gleichgesinnten bei der Gründung des Collegium Dixicum dabei. Nachdem es den Bauingenieur 1963 in die „Fremde“ getrieben hatte, kehrte er 1966 in die Band zurück. Seit 1994 spielt er, neben seinem Schlagzeug, den Bandleader.

1962 schloss sich Reinhart Zimmermann, der jetzige Bassist, der Band an. Im Laufe der Zeit wechselte die Besetzung immer wieder mal, aber seit dem 25-jährigen Jubiläum (1986) hat sich nur noch die Stelle des Banjospielers geändert.

Die ersten Erfolge des „CD“ zeigten sich schon bald auf Musikwettbewerben, Bandwettbewerben in Nürnberg und München sowie bei Live-Aufnahmen des Bayerischen und Süddeutschen Rundfunks. Es folgten Auftritte bei Stadtfesten, Jazzkonzerten, Bällen, Floßfahrten, Jazzmessen und Privatfeten. Die jetzige Formation entwickelte sich aufgrund ihrer musikalischen Vielfalt und ihrer personellen Beständigkeit zu einem echten Publikumsrenner.

„...Routiniert, aber nicht abgedroschen, perfekt, aber nicht steril, gekonnt, aber nicht abgeklärt — das Publikum applaudierte begeistert... Sie haben's halt einfach drauf vom 30er Jahre Hit ,Puttin on the Ritz' bis zum Klassiker ,Ain't she sweet' auf Fränkisch..." So bringen es die Konzertkritiken auf den Punkt.

In den vergangenen Jahren hat die Band ihren eigenen Stil entwickelt, der sich wohltuend vom herkömmlichen Dixieland abhebt. Dabei ist es gerade die Vielseitigkeit, die das „CD“ auszeichnet.

Für ihr Publikum werden sie sich weiterhin begeisternd und begeistert ins Zeug legen: Christian Müller (tr, voc/seit 1974), Hanno Kohl (tb/seit 1980), Charley Mäder (ss,as/seit 1984), Stefan Schedl  (bj,gt/seit 1994), Reinhardt Zimmermann (b/seit 1962) und Max Rüttinger (dr, voc/seit 1961, Chef der Truppe seit 1994).

Zum Einstimmen auf des Jubeljahr bringt der  Bayerische Rundfunk, Studio Franken, am Sonntag, 30. Januar, in „Bayern 2“, 11.30 Uhr, eine Jubelsendung.

Die offizielle Auftaktveranstaltung findet aus gutem Grund in Wendelstein statt: Von Anfang an ist die Band beim New Orleans Music Festival Wendelstein vertreten und hat hier viele Freunde gefunden. 

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