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Rückblick auf ein erfülltes Leben

Magdalena Fiegel aus Spalt feierte bei guter Gesundheit 100. Geburtstag - 30.01.12

SPALT  - Der Volksmund sagt es schon: „In Spalt, in Spalt, dou wern die Leit goar alt, sie kenner nix dafür, des macht des goute Bier“. Dem Sprichwort alle Ehre macht seit einigen Tagen Magdalena Fiegel (geborene Eckerlein). Sie konnte im Kreise ihrer Familie ihren 100.Geburtstag feiern. Damit ist sie eine von zwölf Damen und Herren im Landkreis Roth, deren Lebensjahre im dreistelligen Bereich liegen.

Die Jubilarin Magdalena Fiegel (4. v. re.) und ihre Gäste: Stefan Eitel (Raiffeisenbank Spalt), ihre Nichte Irmgard Eckerlein, Bürgermeister Udo Weingart, ihr Neffe Ludwig Eckerlein samt dessen Vater Felix. Mit im Bild außerdem Landratstellvertreter Walter Schnell, St.Nikolaus-Einrichtungsleiter Josef Zimmermann samt Pflegedienstleitung Maria Schwarz (von li. nach re.).
Die Jubilarin Magdalena Fiegel (4. v. re.) und ihre Gäste: Stefan Eitel (Raiffeisenbank Spalt), ihre Nichte Irmgard Eckerlein, Bürgermeister Udo Weingart, ihr Neffe Ludwig Eckerlein samt dessen Vater Felix. Mit im Bild außerdem Landratstellvertreter Walter Schnell, St.Nikolaus-Einrichtungsleiter Josef Zimmermann samt Pflegedienstleitung Maria Schwarz (von li. nach re.).
Foto: Leykamm
Die Jubilarin Magdalena Fiegel (4. v. re.) und ihre Gäste: Stefan Eitel (Raiffeisenbank Spalt), ihre Nichte Irmgard Eckerlein, Bürgermeister Udo Weingart, ihr Neffe Ludwig Eckerlein samt dessen Vater Felix. Mit im Bild außerdem Landratstellvertreter Walter Schnell, St.Nikolaus-Einrichtungsleiter Josef Zimmermann samt Pflegedienstleitung Maria Schwarz (von li. nach re.).
Die Jubilarin Magdalena Fiegel (4. v. re.) und ihre Gäste: Stefan Eitel (Raiffeisenbank Spalt), ihre Nichte Irmgard Eckerlein, Bürgermeister Udo Weingart, ihr Neffe Ludwig Eckerlein samt dessen Vater Felix. Mit im Bild außerdem Landratstellvertreter Walter Schnell, St.Nikolaus-Einrichtungsleiter Josef Zimmermann samt Pflegedienstleitung Maria Schwarz (von li. nach re.).
Foto: Leykamm

Der Grund für das ehrenhafte Alter liegt tatsächlich in der hiesigen Braukunst begründet — zumindest teilweise. Denn das Spalter Bier hat die Jubilarin stets gerne getrunken. Auch im Seniorenheim St.Nikolaus, wo sie ihren Lebensabend verbringt, genießt sie ab und an diese Spezialität.

Freilich aber ist das nur die eine Seite der Medaille. Die andere spricht von unzähligen Volkswandertagen, an denen sie teilnahm. Lange Jahre gemeinsam mit ihrem Ehemann Karl. Er war zeit seines Lebens wiederum (und hier schließt sich der Kreis) als Mälzer in der Spalter Stadtbrauerei beschäftigt.

Das Erkunden der Landschaft zu Fuß war ihrer beider gemeinsame große Leidenschaft. Und so fuhren sie bereits in den 60-er Jahren mit ihrer Isetta zu vielen Volkswandertagen. Noch immer ist die Jubilarin gut zu Fuß. Den Aufzug im Seniorenheim hat sie lange nicht benutzt. Bei längeren Strecken nimmt sie den Stock. Einen Rollator benötigt sie nicht. „So alt bin ich noch nicht, dass ich sowas brauche!“, betont Magdalena Fiegel mit dem ihr eigenen Humor.



Das Heimpersonal singt ihr zum Geburtstag ein Ständchen. Glückwünsche gibt es zudem von Spalts Bürgermeister Udo Weingart und Landratstellvertreter Walter Schnell.

Auch ihr „kleiner Bruder“ kommt zum Gratulieren — Felix Eckerlein ist immerhin auch schon 93 Jahre alt! Er ist eines von zehn Geschwistern, mit denen Magdalena Fiegel am elterlichen Bauernhof in der Hopfenstadt aufwuchs. Noch vor dem II.Weltkrieg lernte sie ihren Mann kennen, nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft heirateten die beiden im Juni 1948. Gemeinsam bauten sie 1951 ein Haus in Spalt. Viele Jahre half sie gerne auf dem Hof ihres Bruders Felix mit. Besonders beim Hopfenzupfen wurden ihre fleißigen Hände gebraucht. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1980 lebte Magdalena noch knapp drei Jahrzehnte im eigenen Haus. Von ihrem Zimmer in St.Nikolaus, wo sie seit vier Jahren zuhause ist, kann sie es sehen.

Auch im hohen Alter ist sie sehr an ihrem Umfeld interessiert, liest Zeitungen und Bücher und weiß nahezu alles über das Geschehen in der Stadt. Ihre Sehschärfe ist beeindruckend. Vom zweiten Stock aus kann sie noch die Nummernschilder der am Heim parkenden Autos lesen.

Auch ihr Glaube hat sie jung gehalten: Zeit ihres Lebens ging sie jeden Tag in die Frühmesse. Ihren Geburtstag hat sie natürlich nicht so ganz still und heimlich gefeiert, sondern lud sich ihre Gäste in den „Bayerischen Hof“. 



ley

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