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S-Bahn: Hilpoltsteiner wollen sich nicht abhängen lassen

Ulla Dietzel kritisierte in Stadtratssitzung, dass im ILE-Konzept keine Zeile zur S-Bahn nach Roth zu finden ist - 08.07.2018 14:53 Uhr

Mit der S-Bahn von Roth nach Altdorf? Kein Problem. Eine Fortsetzung der Linie von Roth nach Hilpoltstein scheint hingegen nicht ganz einfach. Im ILE-Konzept ist dieses Projekt jedenfalls nicht enthalten. © Foto: HiZ-Archiv/Bergauer


Ulla Dietzel, stellvertretende CSU-Fraktionssprecherin und 2. Bürgermeisterin, fand es regelrecht bodenlos, dass das Thema S-Bahn im ILE-Konzept mit keiner Silbe erwähnt wird. Für sie ist ein S-Bahnanschluss und damit eine umsteigefreie Verbindung nach Nürnberg, "eines der wichtigsten infrastrukturellen Belange überhaupt". Und zwar für den gesamten südlichen Landkreis Roth.

"Fünf vor zwölf"

Für sie ist es in punkto S-Bahn schon "fünf vor zwölf". Wenn nicht endlich etwas passiere, laufe man Gefahr, keine Förderung mehr zu bekommen. Dann würden die "Gredl"-Gleise verrotten und die DB würde keinen Anlass mehr haben, die Strecke Hilpoltstein aufrecht zu erhalten. Insofern sei dringend Eile geboten, "dass wir als Verkehrsknotenpunkt im südlichen Landkreis unsere Aufgabe erfüllen können".

FW-FRaktionssprecher Michael Greiner kritisierte, dass man sich im ILE-Konzept zu stark auf den Allersberger Regionalbahnhof bei Altenfelden fokussiere. Damit könnte das Projekt S-Bahn schnell hinten runterfallen.

Bürgermeister Markus Mahl betonte: Dieses Konzept sei "nicht in Stein gemeiselt" . Soll heißen: Das Projekt S-Bahn könne noch in die Agenda aufgenommen werden. Schon in zwei Wochen, wenn die Lenkungsgruppe tagt, werde er dieses Thema ansprechen.

Christine Rodarius ist die interkommunale Kooperation hinsichtlich neuer Gewerbegebiete wichtig. Das gemeinsame Gewerbegebiet von Georgensgmünd, Spalt und Röttenbach, das jüngst in Angriff genommen worden sei, ist für die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende hierfür ein gutes Beispiel.

Auch sie sieht hinsichtlich eines S-Bahnanschlusses für Hilpoltstein dringenden Handlungsbedarf. Dies sei eine Chance, den Individualverkehr einzudämmen. Christine Rodarius ist auch der Meinung, dass man für den Schienenverkehr den Landkreis in die Pflicht nehmen sollte. Generell finde sie allerdings, dass das ILE-Konzept auch viele "Luftblasen" enthalte.

Bürgermeister Markus Mahl wusste auch FW-Sprecher Michael Greiner zu beruhigen, der angesichts von ILEBedenken wegen der Selbstständigkeit der Stadt hat. "Bei allen Projekten, die Geld kosten, entscheidet der Stadtrat", antwortete Mahl. 

HARRY RÖDEL E-Mail

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