13°

Montag, 24.09.2018

|

Schweine lieben Sojatoast

Werner Bernreuther aus Thalmässing stellt seine Produktionsanlage vor - 01.06.2018 17:11 Uhr

Freuen sich auf regen Besuch: Werner Bernreuther, Thomas Schmidt, Annette Götz, Maximilian Schneider und Praktikant Konstantin Kolesnikov. © Foto: Klier


Am 9. und 10. Juni findet bundesweit der "Tag des offenen Hofes" statt. Am Sonntag, den 10. Juni, wird sich die Familie Werner Bernreuther im Thalmässinger Ortsteil Landersdorf von 10 bis 16 Uhr als einzige im Landkreis Roth an dieser Aktion beteiligen.

Es ist schon etwas Besonderes, was Werner Bernreuther auf seinem Hof zu bieten hat: eine Sojatoastanlage. Mit den quadratischen Weißbrotscheiben hat Bernreuthers Produkt freilich nicht viel gemein. Sein Sojatoast ist weniger fürs menschliche Frühstück gedacht, als vielmehr als Futtermittel für Schweine. Die mögen Sojabohnen nämlich erst, wenn Bernreuther sie in einem aufwändigen Verfahren verarbeitet hat.

Die Sojapflanzen auf dem Feld sind bei Tieren wegen der Bitterstoffe unbeliebt. Auch die geernteten Bohnen sind unattraktiv. Erst durch das Toasten entsteht ein für Tiere bekömmliches, wertvolles Futtermittel, wobei Überseesoja durch heimischen Sojapresskuchen ersetzt wird. Beim Pressvorgang wird zudem Sojaöl gewonnen, das sich zum Kochen, Backen und Braten eignet. Seit Kurzem wird dieses Produkt auf dem Hof angeboten. Darüber informierten im Vorfeld des "Tags des offenen Hofes" neben Werner Bernreuther auch Maximilian Schneider, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands (BBV) für Roth-Weißenburg, Thomas Schmidt, Kreisobmann des BBV, und Kreisbäuerin Annette Götz.

Als "Greening-Auflage" der EU, nach der ein Teil der Anbaufläche besonders umweltfreundlich genutzt werden muss, hatte Werner Bernreuther mit dem Sojaanbau begonnen. Bis heute ist er der Einzige in Mittelfranken, der eine Sojatoastanlage betreibt. 90 Mutterschweine und 500 Mastschweine freuen sich in seinen Stallungen über dieses Futter. Am "Tag des offenen Hofes" ist allerdings keine Stallbesichtigung möglich.

Viele weitere Attraktionen

Dafür gibt es eine Reihe weiterer Attraktionen. Michael Bernreuther, der Bruder des Hofbesitzers, wird mit den Tätigkeiten eines Imkers bekanntmachen. In einer Maschinenlinie wird die Sojaproduktion vom Pflügen bis hin zur Ernte und der Aufbereitung dargestellt. Der Bayerische Bauernverband wird die landwirtschaftlichen Produktionsmethoden früher und heute demonstrieren. Die Veranstaltungen finden nicht direkt im Ort, sondern in den Gerätehallen auf dem ausgeschilderten Weg zum keltischen Geschichtsdorf statt.

Die Windräder gleich dahinter gehen auf eine Initiative von Werner Bernreuther und Bürgermeister Georg Küttinger zurück. Eines dieser Windräder wird für Besucher geöffnet sein. Der Juniorchef von "Wust – Wind und Sonne" wird für Informationen bereitstehen. Mittagessen gibt es in der Wirtschaft Weglehner, die Freiwillige Feuerwehr grillt, die Landfrauen bieten Kaffee und Kuchen an. Außerdem gibt es Eis.

Nach all den Informationen und den leiblichen Genüssen bietet sich ein Besuch des in unmittelbarer Nähe gelegenen Keltendorfes an, durch das Fritz Loy führen wird. So bietet der Tag, wie es Kreisobmann Thomas Schmidt vorschlug, einen guten Anlass für einen Familienausflug.  

ley

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Thalmässing