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Spaß auf dem Eis, aber auch Ärger übers Leck in der Leitung

Die frostigen Temperaturen lassen Weiher und Seen zufrieren und halten den Notdienst der Stadtwerke auf Trapp —,Zwiebelprinzip‘ wärmt - 06.02. 17:30 Uhr

HILPOLTSTEIN  - Des einen Freud, des anderen Leid. Während Schlittschuhläufer ihre Runden auf den gefrorenen Weihern und Seen der Region drehen oder sich Eisstockschützen bei klirrender Kälte vergnügen, flucht so mancher Hausbesitzer angesichts eingefrorener Wasserleitungen und wer einen Diesel fährt, hat mitunter bei Temperaturen unter 20 Grad minus mit „Versulzung“ zu kämpfen.

Wintervergnügen pur herrschte am Wochenende auf dem zugefrorenen Stadtweiher in Hilpoltstein. Egal, ob mit oder ohne Schlittschuhe, hatten Klein und Groß ihren Spaß. Allerdings gilt auch hier wie auf dem Kleinen Rothsee: Betreten auf eigene Gefahr..
Wintervergnügen pur herrschte am Wochenende auf dem zugefrorenen Stadtweiher in Hilpoltstein. Egal, ob mit oder ohne Schlittschuhe, hatten Klein und Groß ihren Spaß. Allerdings gilt auch hier wie auf dem Kleinen Rothsee: Betreten auf eigene Gefahr..
Foto: Giurdanella
Wintervergnügen pur herrschte am Wochenende auf dem zugefrorenen Stadtweiher in Hilpoltstein. Egal, ob mit oder ohne Schlittschuhe, hatten Klein und Groß ihren Spaß. Allerdings gilt auch hier wie auf dem Kleinen Rothsee: Betreten auf eigene Gefahr..
Wintervergnügen pur herrschte am Wochenende auf dem zugefrorenen Stadtweiher in Hilpoltstein. Egal, ob mit oder ohne Schlittschuhe, hatten Klein und Groß ihren Spaß. Allerdings gilt auch hier wie auf dem Kleinen Rothsee: Betreten auf eigene Gefahr..
Foto: Giurdanella

Ganz ohne ist das Eisvergnügen aber nicht. Wer sich auf dem Kleinen Rothsee aufs Eis begibt, tut das auf eigene Verantwortung, mahnt Monika Schmidtmeier. Die Mitarbeiterin vom Zweckverband Rothsee betonte außerdem, dass das Betreten der Eisfläche des Großen Rothsees generell verboten sei, und verwies auf die entsprechenden Hinweisschilder. Mit dem Betreten der Eisfläche halte es sich genauso wie mit dem Schwimmen: Beides passiere auf eigene Verantwortung, erklärte Schmidtmeier und fügte hinzu, dass das Betreten mit Risiken verbunden sein könne. So bleibe der Überlauf vom Kleinen in den Großen Rothsee auch bei arktischen Temperaturen eisfrei.



Das Eis mag noch so dick sein, ganz sicher könne man sich nie sein, wies Hauptflussmeister Jakob Weingärtner auf drohende Gefahren hin. Diese resultierten in erster Linie aus der ständigen Überleitung von Wasser und damit verbundenen Strömungen. So komme von der Kleinen Roth permanent fließendes Wasser.

Schifffahrt hat Ruh’, heißt es seit dem Wochenende auf dem Main-Donau-Kanal zwischen Bachhausen in der Oberpfalz und Hausen. Dabei, ist laut Ingrid Warm, Pressesprecherin beim Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg, weniger das Eis das Problem. Vielmehr seien die Schleusentore „an den Dichtungen festgefroren, sodass diese nicht bewegt werden können.“ Doch das Wasser- und Schifffahrtsamt habe Vorsorge getroffen. Noch vor Einbruch der gnadenlosen Kälte seien alle Schiffe, die auf dieser Passage unterwegs gewesen seien, in Häfen oder an Anlegestellen gelotst worden. Wo diese auch noch einige Zeit ausharren müssen. Bei den für die nächsten Tage prognostizierten Minusgraden, die weiterhin im zweistelligen Bereich liegen sollen, werde der Kanal gesperrt bleiben. Ingrid Warm rechnet damit, dass vor Mitte nächster Woche nichts mehr geht.

Tief genug

Mit geborstenen Wasserleitungen hatte der Hilpoltsteiner Feuerwehrkommandant Wolfgang Kaiser, der gleichzeitig Chef des Wasserwerks ist, im Gegensatz zu seinen Rother Kollegen noch nichts zu tun. Der Frost habe sich bis dato in eine Tiefe von 40 Zentimetern durchgefressen; sowohl Versorgungs- als auch Transportleitungen seien 1,50 Meter tief verlegt, erklärte er.

Problematischer habe sich am Wochenende die Situation in manchen Haushalten gestaltet, wo schon die eine oder andere Wasserleitung vor der extremen Kälte kapitulierte. So auch in Roth, wo der technische Leiter der Stadtwerke, Bernhard Lang, bis gestern Vormittag von sieben derartigen Vorfällen berichtete. Den größten Einsatz gab es im Pruppacher Weg, wo ein Wasserrohrbruch am Sonntagabend Anwohner, Feuerwehr und seine Mitarbeiter — jeweils vier haben die Rother Stadtwerke als Notdienst im Einsatz — in Atem hielt.

Nachdem am Sonntag zunächst die Zuflüsse abgeschiebert, sowie die Anlieger verständigt wurden und die Feuerwehr dafür gesorgt hatte, dass kein Wasser in die Keller laufen konnte, stand gestern Ursachenforschung an. Laut Lang hatte ein Bauteil Korrosionsschäden und hielt dem Druck durch den Frost wohl nicht mehr stand. Am Nachmittag war der Schaden repariert und mit einer Ausnahme — hier war der Hausanschluss defekt — hatten alle der betroffenen 20 Anlieger wieder Wasser. Ganz im Trockenen saßen die Rother aber auch zuvor nicht: Die Stadtwerke hatten eine Entnahmestelle eingerichtet.

Wenn im privaten Haushalten etwas passiere, dann meist, weil Häuslebesitzer trotz der heftigen Frostgrade die Kellerfenster offenlassen würden, was dazu führe, dass die Wasserleitungen im Bereich des Zählers einfrieren, wie Wolfgang Kaiser erklärte. Da helfe nur: Fenster zu und Heizlüfter an, auf dass das Wasser wieder fließe.

Keine Startprobleme

Die Fahrzeuge der Hilpoltsteiner Feuerwehr werden genauso wie die meisten Wagen der örtlichen Polizei-Dienststelle mit Diesel betrieben. Doch weder Floriansjünger noch Ordnungshüter hatten bisher Startprobleme, wie Kaiser und Erster Polizei-Hauptkommissar Otto Hamperl berichteten. Nachdem die Lkw und Mannschaftstransporter während der einsatzfreien Zeit in der zwischen fünf und zehn Grad warmen Halle an der Badstraße abgestellt seien und die Motoren bei einem Einsatz nicht zum Stillstand kämen, würden diese auch nicht versulzen, so Kaiser.

Hinsichtlich frostsicherer Kleidung setzt die Polizei Hilpolstein voll und ganz aufs sogenannte Zwiebelprinzip, meint Hamperl. Schicht für Schicht werde der Körper mit wärmendem Material überzogen. Die dabei entstehenden Luftpolster sorgen für Schutz gegen die derzeit arktischen Temperaturen.

Schwieriger sei da schon der Schutz sensiblen Arbeitsmaterials. Besonders bei Kameras müsse man aufpassen. Die würden bei deftigen Minusgraden gerne mal den Geist aufgeben. 



hr/ps

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