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Stadtrat Greding: Tochter erbt das Amt der Mutter

Margareta Bösl will das Gremium nach 27 Jahren Zugehörigkeit verlassen - 21.04.2017 16:27 Uhr

Es war einmal 2008: Mutter und Tochter auf dem Sofa. Damals wollte Margareta Bösl Gredinger Bürgermeisterin werden; ein Wunsch, der ihr verwehrt blieb. Barbara paukte fürs Abitur und wandelt künftig auf den Spuren ihrer Mama, die fast fünf Wahlperioden im Gredinger Stadtrat saß. © Foto: HiZ-Archiv


Margareta Bösl ist aktuell Fraktionssprecherin der CSU-Fraktion im Stadtrat. Als Gründe für ihren Ausstieg in der Mitte ihrer fünften Wahlperiode nennt sie "persönliche, familiäre und berufliche" Motive, ohne dabei konkret zu werden. Am nächsten Donnerstag will sie ihre Beweggründe dem Stadtrat erläutern. Sollte dieser ihrem Antrag entsprechen, wovon auszugehen ist, wird Tochter Barbara die Mutter "beerben". Barbara Thäder ist Vorsitzende des Gredinger Ortsverbandes der Christsozialen.

Kreistag und FU

Die 55-jährige Margareta Bösl sitzt im Kreistag in Roth und ist Kreisvorsitzende der Frauen Union. Vor knapp zwei Jahren wurde sie ins Team der stellvertretenden CSU-Bezirksvorsitzenden um Innenminister Joachim Herrmann gewählt. 2008 wollte Margareta Bösl ihre politische Laufbahn dann noch mit dem Bürgermeisterposten in der Schwarzachstadt krönen, den die CSU quasi gepachtet hatte. In Greding fuhr die CSU jahrelang Mega-Ergebnisse ein.

Bösl sollte dies jedoch nicht vergönnt sein. Sie kriegte mit voller Wucht die Folgen der Lerzer-Affäre zu spüren und bekam von den Bürgern schließlich die Rechnung präsentiert.

Mit "nur" 43 Prozent musste sie dem Freien Wähler Manfred Preischl den Vortritt lassen. Und der wurde übrigens 2014 in seinem Amt bestätigt. 

hr

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