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Donnerstag, 20.09.2018

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Stressfreies Arbeiten für mehr Lebensqualität

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Ernst Schuster aus Thalmässing bewirbt sich erneut um einen Sitz im Bezirkstag - 13.09.2008

Den Hauptberuf Bürgermeister hat Ernst Schuster an den Nagel gehängt, Bezirksrat will der CSU-Mann gern bleiben. © Reichel


Der Diplomverwaltungswirt (FH) Ernst Schuster (56), bis zur letzten Kommunalwahl im Frühjahr 2008 langjähriger hauptamtlicher Bürgermeister der Marktgemeinde Thalmässing mit Wohnsitz im Ortsteil Ruppmannsburg, ist Direktkandidat der CSU im Landkreis Roth und erscheint auf dem wahrscheinlich sicheren 2. Platz der mittelfränkischen Bezirkstagskandidatenliste der Christlich Sozialen Union. Diesem Gremium gehört er seit nunmehr zehn Jahren an, in der letzten Wahlperiode war er zugleich Vorsitzender seiner Fraktion.

Besondere Verantwortung

«Wir sind unserer besonderen Verantwortung für die Menschen in Mittelfranken immer gerecht geworden", so Schuster. Zusammen mit seinen Fraktionskollegen - die CSU stellte bisher die absolute Mehrheit im Bezirkstag - möchte er auch in Zukunft dazu beitragen, «die Lebensqualität in der Region zu fördern".

Als wichtigste Aufgaben in der nächsten Amtsperiode stünden verstärkte Initiativen im Bereich der sozialen Sicherung, der Gesundheitsversorgung, Jugend- und Bildungsaufgaben, der Kulturförderung, der Umweltmaßnahmen und der europäischen Partneraktivitäten (mit Limousin in Frankreich und Pommern in Polen) auf der Agenda Mittelfrankens.

Eine vorrangige Aufgabe bleibe auch die inhaltliche Weiterentwicklung der ambulanten Eingliederungshilfe. Diese Aufgaben für die Menschen mit Behinderung habe der Bezirks jüngst von den Landkreisen übernommen. Damit sei die Zuständigkeit für stationäre wie ambulante Betreuung dieses Personenkreises in einer Hand.

Auch die Gesundheitsversorgung seelisch kranker Menschen oder Suchtabhängiger erfordere größte Aufmerksamkeit im Zuständigkeitsbereich des Regierungsbezirks.

Es gelte, die Schulen und Bildungseinrichtungen des Bezirks zu modernisieren. Dazu würden das Zentrum für Hörgeschädigte in Nürnberg, die Maschinenbauschule in Ansbach und die Landwirtschaftsschule in Triesdorf zählen. Das Kinder- und Jugendprogramm werde in Zusammenarbeit mit dem Bezirksjugendring weiter entwickelt.

Eine Kernaufgabe bleibe, so Ernst Schuster, die Unterstützung der regionalen Kulturarbeit. Das Limes-Kulturerbe erfordere etliche Maßnahmen, der «Fränkische Sommer" solle bestehen bleiben, das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim weiter ausgebaut und der Zweckverband «Burg Abenberg" weiter unterstützt werden sowie das Jüdische Museum Franken eine sichere Basisfinanzierung erhalten.

Anliegen Bildungszentrum

Außerdem sei der Bezirk Mitveranstalter des überregionalen Gredinger Trachtenmarkts und Hauptkostenträger des Zweckverbandes Fränkisches Seenland. Nicht zu vergessen seien die erfolgreiche Landschaftspflege, der Umweltschutz und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region.

Besonders am Herzen liegt Schuster der weitere Ausbau des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums in Triesdorf. Rund zehn Millionen Euro investiert der Bezirk Mittelfranken in dieses Projekt.

Ernst Schuster will und kann sich nach eigenem Bekunden nunmehr seinen Aufgaben als Bezirksrat relativ «stressfrei" widmen, nachdem er sich auf ärztliches Anraten hin vom anstrengenden «Hauptberuf Bürgermeister" zurückgezogen hat.

Mit Freude und Engagement

Die verbliebenen Ehrenämter als Kreisrat, aber auch als Mitglied des Bezirkstags werde er mit Freude und vollem Engagement weiter ausüben können. Die drei Kinder sind bereits erwachsen, zwei Enkel bereiten seiner Ehefrau und ihm viel Freude.

Ernst Schuster fungiert zusätzlich als Beauftragter des Bezirks für Fischerei und Wasserwirtschaft. Mit dem Fachberater und den Fischereiverbänden und Teichwirten will er weiterhin eng zusammenarbeiten und beratend tätig sein.

Als Mitglied des Landschaftspflegeverbandes im Landkreis Roth setze er sich dafür ein, dass die Hecken- und Landschaftspflege vornehmlich von hier ansässigen Betrieben oder Landwirten wahrgenommen wird, bekräftigt Schuster. GÜNTER REICHEL 

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