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Die Grundschule Kammerstein, die Grundschule Schwarzenlohe, die Comeniusschule Hilpoltstein, die Volksschule Georgensgmünd und das Sonderpädagogische Zentrum Schwabach gehören heuer zu denjenigen, die sich über Notebook, Digitalkamera, Scanner, Headsets, Diktiergerät, Videokamera, PC oder Beamer freuen können.
Hardware4Friends Mittelfranken (H4F) ist eine gemeinnützige Initiative, die seit 2002 jedes Jahr Schulen mit nützlicher Technik ausstattet. Von 60 Mitgliedern und 20 Sponsoren sind dafür im Laufe der Jahre rund 191000 Euro zusammengekommen.
Auch die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer — ohnehin wegen der Berufsmesse anwesend — kam zur Preisverleihung ins Nürnberger Messezentrum. Erwartungsgemäß war sie voll des Lobes: „Wichtig ist, dass wir nicht nur über Kompetenzerwerb sprechen, sondern gemeinsam etwas dafür tun.“
Fördern will der Verein aber nicht einfach so — das Ziel ist, Kinder und Jugendliche auf eine digitale Zukunft vorzubereiten. Ohnehin verbringen viele einen Teil ihrer Freizeit bereits auf Facebook, Twitter oder Youtube, und in fast jedem Klassenzimmer steht inzwischen ein Computer. Aber in den Schulprojekten sollen sie nicht nur die Möglichkeiten der „Neuen Medien“ verstehen, sondern auch deren Gefahren und Probleme.
Dafür hat jede Schule ihre ganz eigenen Ideen — und braucht unterschiedliches Equipment, das normalerweise nicht in den Klassenräumen zu finden ist. Die Bismarck-Schule in Nürnberg bekommt Laptops und Digitalkameras, um sich übers Internet mit ihrer Partnerschule in Ruanda austauschen zu können. Das Reichsstadt-Gymnasium in Rothenburg ob der Tauber wird seine zwei neuen Diktiergeräte einsetzen, wenn demnächst Austauschschüler aus Polen kommen — und mit ihnen gemeinsam einen Podcast über ihre Heimatstadt produzieren.
Eine Mädchengruppe vom Sonderpädagogischen Förderzentrum St. Laurentius in Neuendettelsau will derweil Technik mit Natur verbinden — und mit drei neuen GPS-Geräten („damit wir uns nicht verlaufen“) sowie einer Digitalkamera eine dreitägige Bergtour machen. Ebenfalls auf die Natur abgesehen haben es
die dritte und vierte Klasse der Volksschule Kammerstein — allerdings bleiben die Kinder auf dem Pausenhof. Dort wollen sie Wildblumen fotografieren, um daraus zum Beispiel Puzzles für die Erstklässler zu machen.
Die Klassenzimmer in der Region sprudeln nur so vor Ideen — die Kunst ist, sie richtig umzusetzen. Dann nämlich lernen die Schüler nicht nur dazu, sie übernehmen auch Verantwortung. Dass sie ihnen etwas zutrauen, zeigen einige Schulen auch dadurch, dass sie sie beim Außenauftritt mitmischen lassen: auf der Internet-Homepage. Gleich mehrere Einrichtungen haben sich mit dem Vorhaben bei Hardware4Friends beworben, aus der „Schul-Homepage“ eine „Schüler-Homepage“ zu machen. Dieses Prinzip könnte erfolgreich werden — denn Selbstgemachtes schweißt zusammen. Und das kann für eine Schule nur gut sein.

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