Dienstag, 19.03.2019

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Waldbauern waren mit 2010 zufrieden

Gefragter Rohstoff Holz — Reiner Kiefernwald gilt als ein „Auslaufmodell“ - 25.01.2011

Vorsitzende Hans Kübler erinnerte an ein besonders erfolgreiches Jahr für die Waldbesitzer und deren Selbsthilfevereinigung, blieben sie doch von Katastrophen wie Stürmen, Schneebrüchen und Massenvermehrung von Schadinsekten verschont.

In seinem Grußwort ging Landrat Herbert Eckstein auf die wachsende Bedeutung des Waldes als Kohlenstoffspeicher für die Allgemeinheit und auch für die positive Entwicklung der Einkommensituation der Waldbesitzer ein. Der Wald sei zunehmend rentabel. Der Landkreis Roth habe schon frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt, indem er sich mit Hackschnitzelheizungen ein Stück weit von Öl und Gas unabhängig gemacht habe. Der Landrat appellierte an die Forstbetriebsgemeinschaft und die Waldbauern, gerade in der heutigen Zeit bei ihren Holzverkäufen die kleinen und mittleren Sägewerke nicht zu vernachlässigen.

Mit Geduld ans Werk

Der Ehrenkreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, Hans Königsdörfer, wies auf die Langfristigkeit bei der Waldbewirtschaftung hin. Die Waldeigentümer müssten oft viel Geduld aufbringen. Der Wald wachse nun einmal für menschliche Begriffe langsam, und trotzdem verändere er laufend sein Gesicht. Die vermehrte Pflanzung von Laubbaumarten werde das gewohnte Bild vom reinen Kiefernwald wandeln. Königsdörfer zeigte sich überzeugt, dass in Zukunft die Waldarbeit überwiegend von Profis gemacht werde. Sowohl qualifizierte Unternehmer mit modernen Holzerntemaschinen als auch gut ausgebildete Forstwirte, die Holzfällung mit der Motorsäge betreiben, würden in Zukunft verstärkt eingesetzt, wenn die großen Holzmengen auch weiterhin geliefert werden sollen.

Auch der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Werner Wolf, hob die Bedeutung des Waldes hervor und wies auf das Waldkulturerbe und das internationale Jahr der Wälder 2011 hin. Armin Heidingsfelder, Geschäftsführer der Forstlichen Vereinigung Mittelfranken (FVM), stellte die FVM als Dachorganisation von den elf mittelfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften vor. Darin sind 19000 private und kommunale Waldbesitzer mit 140000 Hektar Wald organisiert. Heidingsfelder zeigte die steigende Bedeutung des Zusammenschlusses von Waldbesitzern als verlässlicher Partner für die Holzindustrie mit ihren immer größer werdenden Sägewerken auf.

Im Geschäftsbericht für die Forstbetriebsgemeinschaft Roth konnte der Vorsitzende Hans Kübler auf ein besonders erfolgreiches Jahr 2010 hinweisen. Die vermarktete Holzmenge betrug 20900 Festmeter Holz und das in einem Jahr ohne Naturkatastrophen. Sein Appell an die Waldbesitzer hieß demzufolge, die gute Marktlage für Holz weiter zu nutzen.

Abteilungsleiter Christoph Kassian vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth informierte über Neuerungen des forstlichen Förderprogrammes und verwies auf die Beratung durch die örtlich zuständigen Revierleiter des Amtes. Er wies auch auf ein geplantes, gemeinsames Durchforstungsprojekt auf Waldflächen des staatlichen Forstbetriebs Allersberg und angrenzenden Privatwäldern zwischen Schwand und Rednitzhembach hin.

Initiiert wurde diese geplante Maßnahme durch die Vereinigung „Energiebündel“, die sich einen energieautarken Landkreis bis zum Jahre 2030 vorstellen kann. Neben der Holzgewinnung sollen damit aber auch klimatolerante Wälder aus Laub- und Nadelbäumen geschaffen werden.

  

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