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Ihren Spaß trieben die Insassen der Motivwagen sowohl mit lokalen Gegebenheiten wie auch mit der großen Politik. „An den Spalatin bumst jeder hin“ war beispielsweise das Motto einer Gruppe, die sich als Rächer derjenigen Autofahrer verstand, deren Gefährt an dem berüchtigten Denkmal in der Stadt Federn beziehungsweise Lack und mehr lassen musste.
Auch einige wertvolle Tipps für die nicht minder berüchtigte „Zipline“ über die fränkischen Seen gab es im Angebot.
Aber nicht nur Seitenhiebe wurden verteilt, sondern vielmehr auch der „Spalter Bierhimmel“ gepriesen. Wer den regiert? Natürlich niemand anderes als Herrscher „Weingardius“ persönlich. Über der Erde hingegen ziehen dunkle Wolken auf. Der Weltuntergang steht angeblich im Dezember bevor. „Nach Spalt kommt er aber nicht“ zeigte sich „Weingardius“ überzeugt.
Allerdings in ganz irdischem Gewand. Im Fleckli-Kostüm moderierte Bürgermeister Udo Weingart nämlich den Gaudiwurm vom Podium am Marktplatz aus. Gemeinsam mit Otto Hausmann, dem Präsidenten der Spalter Karnevalsgesellschaft, witzelten die beiden, während eine Gruppe nach der anderen unter lauten „Spalt Aha!“-Rufen vorbeizogen.
Eine suchte den Nachfolger von Thomas Gottschalk für „Wetten dass“. Zugleich warf der Wagen aber die Frage auf, ob in Großweingarten die Lichter ausgehen. Weingart versprach Gegenteiliges, aber nur unter einer Bedingung: „Thomas, dafür darf ich auf Deine Couch!“
Auch der überregional bekannte Spalter Stephansritt schaffte es diesmal als Motto auf den Faschingszug. Und wie schön neuere politische Strömungen und Spalter Hopfengenüsse zusammengehen, bewies die „Bieraten-Partei“.
Man musste aber gar nicht so viel von dem Gerstensaft getrunken haben, um zu merken, dass der diesjährige Zug „einfach tierisch“ war. Ganze Zooabteilungen wimmelten durch die Straßen.
Zwischendrin auch zwei einsame Griechen, die monierten: „Der Ouzo war doch nicht umsonst!“ Freigetränke gab es stattdessen für so manche Zuschauer.
„Weingardius“ hingegen erhoffte sich vom Faschingszug auch eine Aufbesserung der Spalter Finanzen. Man möge doch von den Wagen viele Münzen werfen — die Mitarbeiter vom aufräumenden Bauhof bedankten sich. Denn „Spalt braucht Geld“.
Davon gab es dann doch nicht so viel: Dafür aber einen ordentlichen Überschuss an guter Laune zum Kehraus. Weitere Bilder unter www.roth-hilpoltsteiner-volkszeitung.de

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.